Weezer – Pinkerton

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Auf ihrem Debüt, dem „Blue Album“ von 1994 hatten sich Weezer bereits als die indierockende Version der Beach Boys empfohlen. Als PINKERTON, die zweite Platte der Band, dann von den Kritikern verrissen wurde, tat es Weezer-Chef Rivers Cuomo erneut Brian Wilson gleich und zog sich anschließend aus der Öffentlichkeit zurück. Rückblickend betrachtet ist nachvollziehbar, warum die schlechten Kritiken Rivers Cuomo so verletzten: PINKERTON enthielt die persönlichsten Lyrics, die er je geschrieben hatte. Mit kindlicher Direktheit thematisierte der Songwriter seine Unsicherheiten und bot damit eine breite Angriffsfläche für feixende Journalisten. Doch gerade die Ehrlichkeit der Texte und der polternde, rohe Sound des Albums machten das zweite Weezer-Album im Laufe der Zeit zu einer der einflussreichsten Platten der 90er Jahre und zur Blaupause für Emo. Schade nur, dass Rivers Cuomo selbst sich nie wieder getraut hat, so emotionale und ehrliche Songs zu schreiben wie für dieses Album.

ME 10/1996: „CD Nummer zwei ist insgesamt chaotischer und noisiger ausgefallen als der stellenweise sehr zärtliche Erstling.“

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