The Stooges – The Stooges

Zeitgenossen unterstellten vor 40 Jahren diesem von John Cale produzierten Debütalbum, es sei nicht in der Lage, einen Eindruck vom Livesound der Stooges zu geben. Tatsächlich gefielen sich Jim Osterberg (alias Iggy Stooge alias Iggy Pop), Ron und Scott Asheton sowie Dave Alexander damals auf der Bühne in länglichen Improvisationen und kakophonischen Abstraktionen. Aber was könnte man mehr von einem Album wollen als diese weitgehend Blues-befreite Musik, auf der ein paar Jahre später die Punkrevolution gründete? Mehr als Iggy Stooge, diesen wahnsinnigen Nicht-Sänger? Mehr als Ron Ashetons fuzzy Wah-Wah-Gitarre, die noch vor Einführung des virtuosen Gitarrenhelden der 70er Jahre einen Gegenenrwurf dazu lieferte? Mehr als Proto-Punk-Hymnen wie „1969“, „I Wanna Be Your Dog“, „No Fun“ und „Real Cool Time“? The Stooges ist zusammen mit dem Debüt von The Velvet Underground das wohl folgenschwerste und einflussreichste (Sex Pistols, The Fall, Sonic Youth und tausend andere Bands) Album der Rockgeschichte.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.