Devo

Was Devo in der zweiten Hälfte der siebziger und Anfang der achtziger Jahre an Verrücktheiten ausgeheckt haben, das ist auch in den frühen Neunzigern noch big schrill. Dos umstürzlerische Quintett um Mark Mofhersbcrugh, das einst von David Bowie entdeckt und von Brian Eno gefordert wurde, war damals seiner Zeit Lichtjahre voraus. In Titeln wie «Freedom Of Choice“, .Mongoloid* und .Jocko Homo“ haben Devo seinerzeit monoton ratternde Roboterrhythmen, gefühlskalte Maschinenklänge und einen albem-überdrehten Cartoon-Humor zu einem futuristischen Popverständnis verquickt. Und mit der zerfledderten Stones-Kennmeiodie „Satisfaction“ haben sie gezeigt, was sie von herkömmlicher Massenmusik halten: nichts. Mag sein, daß die hinferfotzigen Scherzkekse mittlerweile niemanden mehr schockieren, eine beunruhigende Wirkung haben sie jedoch auch heute noch.

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