Element of Crime :: Köln, Live Music Hall

Seit elf Alben und sechzehn Jahren ist die Berliner Band unterwegs, genauso lange verweigert sie sich konsequent jeglichen Modernismen, ignoriert vermeintliche Hipness-Faktoren und setzt ausschließlich darauf, schöne Songs zu schreiben. Die finden sich auch reichlich auf „Romantik“, dem aktuellen Album von Element Of Crime und so geriet der Auftritt in der Live Music Hall zu einer beeindruckenden Angelegenheit. Ironie ist den Elements von jeher fremd; was Regener singt, meint er auch so, und in der ihm eigenen, mit rotem Samt ausgeschlagenen Melancholie hat immer auch Lakonik ein festes Zuhause. Doch Regener, ohne Frage eine leidenschaftliche Rampensau, wäre nur halb so gut, hätte er diese Band nicht im Rücken, Wenn er in allerbester Raver-Manier die Fäuste gen Hallendecke reckt und ein zackig-beherztes „Romantik“ ins Auditorium schmettert, konterkarieren die vier anderen Elements das offensive Auftreten ihres Sängers mit branchenuntypischem Gebaren. Jegliches Posing liegt ihnen ferne, sie spielen unspektakulär präzise und machen dabei das ganze Set hindurch klar: Element Of Crime sind eine Rockband-auch dann, wenn Regener emotionale Untiefen auslotet und die Möglichkeiten zelebriert, die Unmöglichkeit des Alltags und der Liebe zu begreifen. Fazit: Ein grandioses Konzert.

www.element-of-crime.de

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