Bloc Party :: Intimacy Remixed

Das INTIMACY-Album, durch den Electro-Rock-Wolf gedreht. Wenn die mittleren bis späten 00er-Jahre eine musikalische Erkenntnis gebracht haben, dann diese: Längst funktionieren technoide Remixe von Indie-Songs nicht mehr nur in den Techno-Clubs; auch die Indie-Crowd verlangt nach einem tiefergelegten Four-to-the-floor-Beat, ebensolchen Basslines und einer Reduktion von auch komplexeren Songstrukturen auf Hooks und Breaks, um „eine gute Zeit“ zu haben. Bloc Party, von denen die Originale mancher Songs («The Prayer“, „Flux“, „Mercury“) schon wie Remixe klingen, haben das schon immer gewusst. Nur ein halbes Jahr nach ihrem Debüt erschien im August 2005 SILENT ALARM REMIXED. Die Tradition des kompletten, die Songabfolge des Originals wahrenden Remix-Aibums wird jetzt mit INTIMACY REMIXED fortgesetzt. Vier der 13 Neubearbeitungen wurden bereits als Single-B-Seiten veröffentlicht. Zuletzt der „Armand Van Helden Remix“ von „Signs“, der die eingangs genannten Kriterien zur Tanzbodenfunktionahtät exemplarisch erfüllt. Nur Mogwai mit dem abstrakt-verfrickelten „Biko“ und das hardcore-rockende „Better Than Heaven“ der kalifornischen Noise-Rocker No Age weichen vom Konzept ab. Herve („Mercury“), Filthy Dukes („One Month Off“), Paul Epworth mit seiner letzten Arbeit unter dem „Phones“-Alias („Talons“) erfüllen den Auftrag der Beihilfe zum Einegute-Zeit-Haben mit Bravour.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.