Tricky :: Mixed Race

Domino/Good To Go

Trip-Hop nouveau: Der Düstermann entdeckt das Konzept der Fusion und übt erste Tanzschritte.

Eins muss man ihm lassen: Tricky wird nicht müde, Neues auszuprobieren. Ein Stück mit dem arabischen Sänger Hakim Hamadouche hat man ihm nicht zugetraut. Aber so etwas kommt zustande, wenn man den Wohnort wechselt und sich mit anderen Kulturen auseinandersetzt. Es befruchtet. Der finstere Flüsterer lebt nicht mehr in Britannien, New York oder L.A., sondern in Paris, wo er es verstanden hat, sich in die Seele der Migranten einzufühlen. Er ist ja selbst einer. Leider hat Tricky den Gedanken der ethnischen Fusion nicht konsequent zuende gedacht. Stattdessen verquickt er Musikstile auf nicht immer glückliche Weise. Bei Daft Punks „Technologic“ abzukupfern ist nicht originell. Das „Peter Gunn“-Riff wirkt in einem Track, der „Murder Weapon“ heißt, banal. Besser sind die dezenten Techno-Moves in „Time To Dance“ und der Electro-Hop in „Bristol To London“. Beides passt besser zu ihm.

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Twin Sister

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