Billy Corgan behauptet: Weißes Haus wollte ihn für Kampagne nutzen
Billy Corgan spricht von vertraulichen Treffen und übernatürlichen Erlebnissen.
Billy Corgan hat behauptet. das Weiße Haus unter Präsident George W. Bush habe versucht, ihn für eine Einflusskampagne zu rekrutieren. Was ist an der Geschichte dran?
Podcast als Bühne für brisante Enthüllungen
Die Aussage des Smashing-Pumpkin-Sängers fiel in seinem Podcast „The Magnificent Others“ gegen Ende einer an Silvester 2025 veröffentlichten Folge, in der Corgan den Autor und Okkultismus-Historiker Conrad Flynn zu Gast hatte. Flynn ist kein Unbekannter in alternativen Medienkreisen: Er trat jüngst in der „Tucker Carlson Show“ auf und sprach dort – zur Irritation vieler – über die experimentelle Kultband Nurse With Wound. Dass sich zwei Figuren treffen, die für Podcasts ebenso offen sind wie für esoterische Abschweifungen, ist also wenig überraschend.
„Es war wie in ‚Eyes Wide Shut‘“
Umso erstaunlicher ist jedoch, wie beiläufig Corgan seine Behauptung platzierte. Er sei im Laufe der Jahre „von verschiedenen Teilen der US-Regierung angesprochen“ worden, erklärte der Musiker, um bei Angelegenheiten mitzuwirken, „die weit über meine Kompetenzen hinausgingen“. Er habe mit Leuten in einem Raum gesessen und sich gefragt, warum man überhaupt mit ihm spreche. „Es war wie in ‚Eyes Wide Shut‘“, so Corgan.
Auf Flynns Nachfrage, was konkret besprochen worden sei, blockte Corgan ab: „Das werde ich Ihnen nicht sagen.“ Er begründete das mit früheren Erfahrungen, etwa seiner viel zitierten Erzählung über eine Begegnung mit einem angeblichen Gestaltwandler, die er einst bei Howard Stern geschildert hatte. Danach sei er an Flughäfen von Fremden verfolgt worden, die ihn aufforderten, die Geschichte erneut zu erzählen. „Ich kann nur sagen, dass ich übernatürliche Dinge erlebt habe“, sagte der , „und dass Teile der US-Regierung versucht haben, mich zu kontaktieren, weil sie irgendwie meinen Einfluss – der nicht gerade groß ist – für ihre Zwecke nutzen wollten.“
Zwei vertrauliche Einladungen während der Bush-Ära
Billy Corgan zufolge kam es zu zwei Einladungen ins Weiße Haus, zu Treffen, die „im Grunde vertraulich“ gewesen seien. Auf die Frage, unter welcher Präsidentschaft dies geschah, antwortete er: „Das war während der Bush-Ära.“ Dass er selbst kein Republikaner sei, habe ihn zusätzlich schockiert. Er sei in einem demokratisch geprägten Bundesstaat aufgewachsen, betonte er. Was genau das Weiße Haus von ihm gewollt haben könnte, bleibt offen.
Corgans Ruf als Erzähler ungewöhnlicher Erlebnisse trägt nicht zur Entschärfung der Geschichte bei. Die Gestaltwandler-Episode, die er 2017 bei Howard Stern schilderte, wurde ein Jahr später von weiteren Details flankiert. Flynn griff das Thema im Podcast auf und verwies auf eine angeblich lange Tradition solcher Phänomene in der Popmusik – von Judee Sill über Diamanda Galás bis hin zu William S. Burroughs.
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