Lil Poppa: Gerichtsmediziner bestätigt Suizid als Todesursache

Suizid als Todesursache bestätigt: Der Gerichtsmediziner hat den Befund zu Lil Poppas Tod vorgelegt. Alle gesicherten Informationen zu den Umständen und zur Trauerfeier.

Wenige Tage nach dem Tod von Lil Poppa ist die offizielle Todesursache bekannt. Der Rapper, bürgerlich Janarious Mykel Wheeler, starb am 18. Februar infolge eines Suizids. Das bestätigte das Büro des zuständigen Gerichtsmediziners.

Laut „TMZ“ war der 25-Jährige am Morgen des 18. Februar auf der Interstate 85 nahe Hapeville in einen Autounfall verwickelt. Anschließend rief er seine Managerin an, und beide verabredeten sich auf dem Parkplatz eines Hilton-Hotels in der Nähe. Dort saß der Rapper in seinem Fahrzeug und sprach durch das heruntergelassene Fenster mit ihr. Nach Angaben des lokalen Polizeichefs zog Lil Poppa während des Gesprächs eine Pistole, setzte sie an seinen Kopf und löste einen Schuss aus. Ein auf dem Hotelgelände eingesetzter Polizeibeamter hörte den Knall, eilte zum Wagen und alarmierte umgehend den Notruf.

Rettungskräfte brachten den Musiker sofort in ein Krankenhaus, wo er gegen 11:30 Uhr für tot erklärt wurde.

Trauerfeier

Die Trauerfeier in Wheelers Heimatstadt Jacksonville wurde von Gewalt überschattet. Wie „allhiphop.com“ berichtet, erlitten bei einer Schießerei im Umfeld der Gedenkveranstaltung vier Menschen im Alter zwischen 34 und 43 Jahren Verletzungen, darunter zwei Frauen und zwei Männer. Eine Person musste im Krankenhaus behandelt werden, Lebensgefahr bestand jedoch nicht. Berichten zufolge fielen zwischen zwölf und 15 Schüsse. Konkrete Infos zu den Umständen fehlen jedoch.

Lil Poppa: Leben und Schaffen

Wheeler kam in Jacksonville, Florida, zur Welt und verbrachte dort seine Kindheit. Früh entwickelte er eine Leidenschaft für Musik – insbesondere für Rap. Er begann, eigene Texte zu schreiben und einen persönlichen Stil zu formen, der introspektive, emotionale Inhalte mit melodischen Trap-Beats verband. Der Durchbruch gelang ihm 2018 mit der Single „Purple Hearts“, die ihm erste überregionale Aufmerksamkeit in der HipHop-Szene einbrachte.

In den Folgejahren baute Lil Poppa seine Karriere konsequent aus. Er unterschrieb bei der Collective Music Group, dem Label des Rappers Yo Gotti, und veröffentlichte eine Reihe erfolgreicher Songs. Zu seinen bekanntesten Tracks zählen „Love & War“, „Mind Over Matter“ und „HAPPY TEARS“. In seiner Musik griff er regelmäßig Themen wie Verlust, mentale Stärke und das Spannungsfeld zwischen Straßenleben und kommerziellem Erfolg auf.

Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen dabei, die Gedanken zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist oder sich um nahestehende Personen sorgt, kann sich – auch anonym – an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken unter der Nummer 0800/111 01 11.