Luci4 tot: Familie zweifelt – Sigilkore-Rapper stirbt mit 23 Jahren

Die Umstände sind rätselhaft, seine Familie fordert Aufklärung.

Der US-Rapper Luci4 ist tot. Der Künstler, bürgerlich James Dear, wurde am 22. Februar 2026 bei einem Freund daheim in Los Angeles leblos aufgefunden. Er wurde 23 Jahre alt.

Sein Management bestätigte die Nachricht am darauffolgenden Tag über soziale Medien. Die genauen Umstände seines Todes sind bislang ungeklärt; eine offizielle Todesursache haben die zuständigen Stellen bisher nicht bekannt gegeben.

Familie äußert Zweifel an den Umständen

In den Stunden nach Bekanntwerden des Todes äußerten sich seine Großeltern gegenüber „TMZ“. Sie berichteten, dass angeblich sein Portemonnaie leer gewesen sei, als die Polizei am Einsatzort eintraf – ein Umstand, der für die Familie Fragen aufwerfe. Man habe Luci4 in der Vergangenheit davor gewarnt, sich mit bestimmten Personen einzulassen. Vor diesem Hintergrund zeigten sich die Angehörigen laut Medienberichten misstrauisch hinsichtlich der Ereignisse jener Nacht und forderten umfassende Aufklärung. Die Ermittlungen dauern an; offizielle Hinweise auf die Todesursache gibt es bislang nicht.

Spekulationen in sozialen Netzwerken

Parallel dazu kursieren in sozialen Netzwerken Spekulationen über eine mögliche Todesursache. In einem Diskussionsstrang auf Reddit behaupten einzelne Leute unter Berufung auf nicht verifizierte Quellen, Luci4 sei an einer Fentanyl-Überdosis gestorben. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht – weder Polizei noch Gerichtsmedizin haben entsprechende Angaben gemacht.

Vorreiter des Sigilkore

Luci4 zählte mit seiner Musik zu einer internetgetriebenen Rap-Generation. Seinen Durchbruch feierte er über Plattformen wie SoundCloud und TikTok, wo sich seine Songs viral verbreiteten. Besonders während der Pandemie fand sein Sound in digitalen Communitys großen Anklang. In Discord-Servern, Reddit-Foren und auf Kurzvideo-Plattformen bildete sich eine wachsende Fangemeinde, die seine Musik nicht nur konsumierte, sondern aktiv weiterverarbeitete – in Memes, Fan-Edits und eigenen Tracks.

Stilistisch wurde Luci4 dem Sigilkore zugerechnet, einem experimentellen Subgenre im Umfeld von Trap. Charakteristisch sind düstere, lo-fi geprägte Klangflächen, stark verzerrte und zerhackte Vocals sowie eine bewusst rohe, teils übersteuerte Produktion. Auch visuell griff die Szene auf okkulte Symbolik, düstere Fantasy-Elemente und digitale Ästhetiken aus Gaming- und Internetkultur zurück.

Innerhalb dieses Mikrogenres galt Luci4 vielen Fans als Vorreiter. Mit seinem Kollektiv „Jewelxxet“ schuf er eine Plattform für Gleichgesinnte und trug maßgeblich dazu bei, Sigilkore als eigenständige Strömung im Online-Underground zu etablieren.

Zwischen Underground und Musikindustrie

Sein bekanntester Song „BodyPartz“ entwickelte sich zu einem viralen Erfolg und erhielt 2024 eine Gold-Auszeichnung in den USA. Auch wenn große Chartsplatzierungen ausblieben, war sein Einfluss in digitalen Räumen deutlich spürbar.

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Zuletzt näherte sich Luci4 stärker der etablierten Musikindustrie an und arbeitete unter anderem mit Atlantic Records zusammen. 2025 veröffentlichte er das Projekt „Vampmania 3“, mit dem er über die Kernszene hinaus Aufmerksamkeit gewann.