„Melania“-Doku: Rolling Stones dementieren Musik-Freigabe
Die Stones legen offen: Mick Jagger und die Band waren an der Freigabe für die „Melania“-Doku nicht beteiligt.
Die Rolling Stones weisen Aussagen von Filmproduzent Mark Beckman zur Nutzung ihres Songs „Gimme Shelter“ zurück. Beckman hatte öffentlich verkündet, Mick Jagger habe der Verwendung für die „Melania“-Doku persönlich zugestimmt und den Einsatz des Songs aktiv befürwortet. Laut Bandsprecher entspricht diese Darstellung nicht den Tatsachen.
Streit um die Musikrechte
Der Dokumentarfilm begleitet die aktuelle First Lady Melania Trump im Umfeld der politischen Rückkehr ihres Ehemanns Donald Trump. Für den Soundtrack wurde unter anderem der Stones-Song „Gimme Shelter“ verwendet. Beckman hatte die Freigabe in Interviews als persönliche Entscheidung Jaggers beschrieben – die Stones distanzieren sich nun ausdrücklich von dieser Darstellung.
Ein Sprecher stellte klar, dass kein Bandmitglied direkt an der Lizenzvereinbarung beteiligt gewesen sei. Die Genehmigung sei ausschließlich durch ABKCO Music & Records erfolgt, das Unternehmen, das die Rechte an frühen Aufnahmen der Band verwaltet und eigenständig über entsprechende Anfragen entscheidet. Die Musiker selbst seien in diesen Prozess nicht eingebunden gewesen. Damit widerspricht die Band der Darstellung, Mick Jagger habe den Einsatz aktiv autorisiert.
Weitere Künstler:innen distanzieren sich
Die Diskussion um den Soundtrack reicht offenbar über die Stones hinaus. Auch Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood soll einer Verwendung seiner Musik im Film widersprochen haben. Berichten zufolge forderte er, seine Kompositionen nicht im Zusammenhang mit dem Projekt einzusetzen.
Darüber hinaus verweigerten mehrere Acts ihre Zustimmung: Guns N‘ Roses und Grace Jones sollen eine Freigabe abgelehnt haben. Besonders deutlich positionierte sich nach Angaben aus dem Produktionsumfeld das Nachlass-Management von Prince – Vertreter des Estates widersprachen demnach ausdrücklich einer Nutzung von Musik des verstorbenen Künstlers.
Die Absagen sollen unterschiedliche Gründe haben. Neben politischen Vorbehalten spielten wohl auch Fragen der künstlerischen Integrität und der inhaltlichen Kontextualisierung eine zentrale Rolle.



