Grace Jones

Viele der bekannten Songs von Grace Jones sind Cover-Versionen, die sie jedoch durch eine radikale Metamorphose so veränderte, dass sie in Verbindung mit ihrem eigenen Image einen vollkommen neuen Sinn bekamen. Grace Jones‘ Karriere begann als Model für die Vogue und Elle, bis sie zur Muse Andy Warhols und zur Ikone seines Studio 54 wurde. Mit ihrem fünften Album „Nightclubbing“ wurde Grace Jones zum international gefeierten Popstar. Schnell waren ihre ausgefallenen Kostüme und ihr unterkühltes, androgynes Image als Markenzeichen etabliert. Auch durch ihr Spiel mit den Geschlechterrollen wurde Grace Jones zu einer Ikone der Schwulengemeinschaft.

Grace Jones wurde 1948 unter dem Namen Grace Mendoza in Spanish Town, Jamaika, geboren, zog jedoch schon während ihrer frühen Jugend nach New York. Nach der High School war sie kurz als Schauspielerin tätig und wurde dann von einer Modelagentur entdeckt. In den 1970er-Jahren arbeitete sie als Model für Vogue und Elle in Paris. Ihre Musikkarriere begann mit dem legendären Studio 54 in New York, als sie Andy Warhols Muse wurde und vermehrt in Diskotheken sang. Grace Jones nahm drei Alben auf, die stark von der Disco-Mode der 1970er geprägt waren.

Die Zusammenarbeit mit ihrem zeitweiligen Lebensgefährten Jean-Paul Gode und den Produzenten Chris Blackwell und Alex Sadkin bewirkte Anfang der 1980er-Jahre einen Imagewechsel für Grace Jones. Musikalisch orientierte sie sich an New Wave und Reggae, zu dem Grace Jones einen unterkühlt wirkenden Sprechgesang beisteuerte. Vor allem „Nightclubbing“ (1981), das zweite Album dieser Phase, etablierte sie als internationalen Popstar. Mit dem Zeitgeist gehend produzierte Grace Jones auch Hip Hop und Dance-Musik, dabei war ihr größter Hit das von Trevor Horn produzierte „Slave To The Rhythm“ vom gleichnamigen Album, das 1985 Platz Vier in den deutschen Single-Charts belegte.

Im Anschluss an diese Erfolge ebbte ihre kommerzielle Reichweite als Sängerin zunächst ab, doch Grace Jones trat weiterhin auf und veröffentlichte regelmäßig Alben. Vor allem als Schauspielerin machte sie sich in dieser Zeit einen Namen. Musikalisch fiel sie 2008 wieder auf, denn für ihr „Hurricane“-Album holte sie sich namenhafte Gastmusiker wie Brian Eno, Tricky, Sly and Robbie, Uziah „Sticky“ Thompson und viele weitere Künstler ins Boot. So gelang Grace Jones nach 19 Jahren Pause erneut der Sprung in die Top20 der Albumcharts.

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