Metric
ROMANTICIZE THE DIVE
Metric/Thirty Tigers (VÖ: 24.4.)
Indie-Synthiepop, der es beinahe ins Hier und Jetzt geschafft hätte.
Einen Schulterblick zurück aufs eigene Werk werfen Metric. ROMANTICIZE THE DIVE ist das zehnte Album der kanadischen Indie-Band, und würde man die Vorab-Single „Victim Of Luck“ bei einer Blindverkostung hören, könnte man nicht sagen, ob’s 2006 oder 2026 ist.
Auch im Video zum Track schwelgt die Band in Reminiszenzen: mit Handcam-Wackelaufnahmen in lausigen Backstageräumen, rauchenden Menschen im Van und besoffen feixend mit Wegbegleitern wie Yeah Yeah Yeahs oder Broken Social Scene.
Musikalisch ist das schön und nett, hinterlässt aber auf Albumstrecke nicht wirklich Eindruck: solider Synthie-Indie, der gefallen will und deshalb auf Experimente verzichtet. Immerhin Highlights wie „Time Is A Bomb“ oder „Clouds To Break“ zeigen mit gewiefter Produktion und Spitzenmelodien, dass Metric die Nullerjahre ins Hier und Jetzt holen könnten, wenn sie wollten.



