Tupac Shakur: 30 Jahre später klagt Familie & nennt 99 Mitverschwörer
Die Familie von Tupac reicht Klage ein. Was steckt dahinter?
Tupac Shakur gilt als einer der größten und einflussreichsten Hip-Hop-Künstler:innen in der Geschichte des Genres. Er durchlief eine bewegte Karriere, in der vor allem seine politischen Texte, aber auch seine berühmte Fehde mit Notorious B.I.G. herausstachen. Sein Leben nahm ein tragisches Ende, als er im Jahr 1996 ermordet wurde. Auch heute beschäftigt der Tod des Musikers noch viele Menschen – und nun schreibt die Geschichte rund um diesen ein neues Kapitel vor Gericht.
Familie reicht Klage ein
Nachdem Tupac Shakur auf dem Las Vegas Strip erschossen wurde, blieb die Lösung des Falles bis ins Jahr 2023 ein Rätsel. Immer wieder kamen neue Verschwörungstheorien auf, und die zuständigen Ermittler waren lange nicht in der Lage, einen Täter zu fassen. Im Jahr 2023 wurde schließlich Duane Keith „Keffe D“ Davis für den Mord verhaftet und gilt seitdem als Attentäter des Musikers.
Die Familie des Ermordeten belässt es allerdings nicht dabei. So reichten die Anwälte von Maurice Shakur, seines Zeichens Stiefbruder des „Changes“-Interpreten, am 28. April 2026 eine Klage wegen widerrechtlicher Tötung ein. Ziel der Klage ist es herauszufinden, ob weitere Parteien an einer mutmaßlichen „komplexen Verschwörung zur Ermordung von Tupac beteiligt waren, bei der es um weit mehr ging als nur um Vergeltung für eine frühere Auseinandersetzung“.
99 angebliche Mitverschwörer
„Viele der Beteiligten sind längst verstorben, während andere nur schwer zu identifizieren waren“, heißt es in der Klage, wie „Rolling Stone“ berichtet. Weiter liest sich die Anklageschrift wie folgt: „Eines ist jedoch sicher: Es gibt nach wie vor Personen, die an Tupacs Mord beteiligt waren und die seit 30 Jahren nicht für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen wurden. Mit dieser Klage soll dies geändert und Schadenersatz für den rechtswidrigen Tod von Tupac erwirkt werden.“
In der Folge werden 99 mögliche Mitverschwörer genannt, die an einer Verschwörung beteiligt gewesen sein sollen, welche zum Tod des Rappers geführt hat. Die Familie ist sich demnach sicher, dass noch längst nicht alle Namen der Beteiligten bekannt sind, und sucht nach diesen.
Prozessbeginn im August
Der Prozess gegen den bereits verhafteten Duane Keith „Keffe D“ Davis soll im August 2026 beginnen. Er ist der erste, der wegen der Ermordung von Shakur festgenommen wurde. Ihm werden Mord unter Einsatz einer tödlichen Waffe sowie die Absicht, eine kriminelle Bande zu fördern, zu unterstützen oder ihr zu helfen, vorgeworfen. Davis hat auf nicht schuldig plädiert.
Ob die Klage tatsächlich zur vollständigen Aufklärung des Falles führen kann, bleibt abzuwarten. Weitere Statements der Familie von Tupac Shakur gab es bisher nicht.





