Shakira nach Steuerstreit-Urteil: „Es gab niemals Betrug“
Shakira triumphiert im Steuerstreit: Spanien muss 55 Millionen Euro zurückzahlen. Die Sängerin spricht von brutalen Angriffen – und rechnet mit den Behörden ab.
Shakira hat einen entscheidenden Sieg im jahrelangen Steuerstreit mit den spanischen Behörden errungen. Ein spanisches Gericht entschied, dass die gegen die Sängerin verhängten Strafzahlungen unrechtmäßig waren. Die spanische Steuerbehörde muss nun mehr als 55 Millionen Euro inklusive Zinsen zurückzahlen.
Das nationale Obergericht kam zu dem Schluss, dass nicht bewiesen werden konnte, dass Shakira im Jahr 2011 die erforderlichen 183 Tage in Spanien verbracht hatte, um dort steuerpflichtig zu sein. Laut Gericht hielt sie sich damals lediglich 163 Tage im Land auf.
„Ich wurde fast ein Jahrzehnt lang wie schuldig behandelt“
In einem Presse-Statement zeigte sich Shakira erleichtert über das Urteil – und rechnete gleichzeitig mit den Behörden und der öffentlichen Berichterstattung ab.
Die Musikerin erklärte, das Gericht habe „endlich die Wahrheit klargestellt“, nachdem sie acht Jahre lang „brutale öffentliche Angriffe“ und „gezielte Kampagnen zur Zerstörung ihres Rufs“ habe ertragen müssen. Besonders belastend seien die ständigen Leaks und die mediale Zuspitzung des Falls gewesen.
„Es gab niemals Betrug“, betonte Shakira. Dennoch sei sie „fast ein Jahrzehnt lang wie schuldig behandelt“ worden.
Steuerstreit begleitet Shakira seit Jahren
Der Fall ist Teil eines größeren Konflikts zwischen der Sängerin und den Steuerbehörden. Bereits 2021 hatten Staatsanwälte in Barcelona behauptet, Shakira hätte zwischen 2012 und 2014 in Spanien Steuern zahlen müssen, da sie dort überwiegend gelebt habe.
2023 folgte eine weitere Anklage wegen angeblicher Steuerhinterziehung in Höhe von 6,7 Millionen Euro für das Steuerjahr 2018. Um einen möglichen Gefängnisaufenthalt zu vermeiden, einigte sich die Künstlerin damals außergerichtlich mit den Behörden.
Shakira lebte über viele Jahre gemeinsam mit Ex-Fußballprofi Gerard Piqué in Spanien. Kennengelernt haben sich die beiden Berichten zufolge 2010 bei den Dreharbeiten zum WM-Song „Waka Waka“.
Trotz Rechtsstreit: Shakira bleibt globaler Superstar
Musikalisch läuft es für Shakira weiterhin auf höchstem Niveau. Erst kürzlich spielte sie ein kostenloses Konzert am Copacabana-Strand in Rio de Janeiro, zu dem laut Medienberichten mehr als zwei Millionen Menschen kamen.
Zudem wird sie gemeinsam mit Madonna und BTS Teil der ersten Halbzeitshow eines WM-Finales sein. Die Veranstaltung findet am 19. Juli im MetLife Stadium in New Jersey statt. Kuratiert wird die Show von Chris Martin von Coldplay.





