Alben der Woche: 28.11. – 04.12.2011

Die Neuerscheinungen der Woche. Mit unter anderem Amy Winehouse, The Black Keys und Hundreds.

Platte der Woche:
Amy WinehouseLioness: Hidden Treasures
Diese Woche darf man noch mal einen Blick auf die in diesem Jahr verstorbene Soul-Diva Amy Winehouse werfen: Einen Blick zurĂĽck, aber dennoch nicht mit einer nostalgischen Songsammlung schon bekannter Lieder. Das posthume Album „Lioness: Hidden Treasures“ ist einerseits ein „In Gedenken an“ – Album, andererseits wird es mit zwölf bisher unveröffentlichten Songs das dritte Album von Amy Winehouse sein…

B
Black Keys, The – El Camino
Die neue Songsammlung des seit einem Jahr in Nashville, Tennessee ansässigen Duos ist jetzt zu einem Hochsicherheitsthema erklärt worden, heiĂźt: Erst mal gab’s keine Vorab-CDs oder Downloads, Journalisten hörten die elf Songs in den Warner-Music-BĂĽros, bitte notieren Sie, was Sie hören! Dass das keine Grundlage fĂĽr eine Albumkritik sein kann, weiĂź man auch bei Warner, und so gibt’s an dieser Stelle ein paar Erinnerungsfetzen vom zerfledderten Notizblock mit zahlreichen Fragezeichen. „Lonely Boy“ (Single-Veröffentlichung): Kommt hier das Rock’n’Roll-Ding, das die Keys fĂĽr das Album reklamieren? „Dead And Gone“ geht mit Riesenchor eher Richtung Britrock. „Gold On The Ceiling“: Ist das schon Status Quo oder noch Jon Spencer Blues Explosion? Und „Little Black Submarines“ startet als Akus­tik-Ballade, um dann nach einer Minute als klassischer Rocksong aus der Garage zu schieĂźen. Alles schön heiĂź gekocht mit groĂźen Chören, fetten Blues-Gitarren und Glamrock-Pathos, und wenn ich in „Sister“ die Steinzeitdampframme „ I Was Made For Loving You“ gehört haben mag, dann war ich vielleicht doch im falschen Film. Erste Einordnung: Bei El Camino handelt es sich um ein Bekennerschreiben von fĂĽhrenden Kulturkonservativen Amerikas. Bis auf Weiteres hat sich das Album einen coverfĂĽllenden Retro-Stempel verdient.“ (ME-Autor Frank Sawatzki)

C
Cure, The – Bestival Live 2011

E
Esperanza – Esperanza

H
Hundreds – Variations
FĂĽr Variations haben meist befreundete Musiker zehn der zwölf StĂĽcke von Hundreds neu interpretiert. Nun wird allerspätestens offengelegt, dass auch die Lieder selbst nicht so ganz schlecht waren: Am deutlichsten wird das, wenn Monta fĂĽr ihre Coverversion des „Song For A Sailor“ eine denkbar spartanische Besetzung bemĂĽhen und aus einem schnippischen Popsong eine whiskeygetränkte Ballade mit gemeinem Gitarrenquietschen zum Abschluss machen. Diametral verfahren Bodi Bill, die „Machine“ in einen hĂĽpfenden, nahezu Neptunes-artigen Dancefloor-Track umwandeln. Und Get Well Soon tut, was er immer tut: Er versetzt „ Let’s Write The Streets“ in abgrundtiefe Melancholie. Andere covern nicht, sondern remixen die Lieder von Hundreds. So wie zum Beispiel phon.o, der mit „Happy Virus“ das Naheliegende, aber auch Wagemutigste versucht: Aus einem Hit einen noch größeren Hit zu destillieren. Und das haut auch noch hin bei ihm. Hundreds war schon groĂź, Variations wird dieser Größe aber jederzeit gerecht.“ (ME-Autor Thomas Winkler)

T
Tunng – This Is Tunng…Live From The BBC       

V
Vladislav Delay – Vantaa

R
Roots, The – Undun       
Rammstein – Made In Germany 1995-2011

S
Surkin – USA

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