Spezial-Abo
Face Tatts

Mit Post Malone und 6ix9ine: 11 Fakten über Gesichts-Tattoos

1. Dass das Face Tatt nun zur allgemein akzeptierten Style-Option geworden ist, ist dem großen Auftritt des (milch)gesichtsbeschrifteten Rapper/Trappers, R’n’B-Sängers und Erfolgskometen Post Malone bei den diesjährigen „MTV Video Music Awards“ zu verdanken – obskurerweise an der Seite von Aerosmith. Auf Malones stacheldrahtumkränzter Stirn steht „stay away“ geschrieben und unter seinen müden Augen „always“ und „tired“. Übrigens weicht auch der flächentätowierte Instagram-König Justin Bieber inzwischen auf sein Antlitz aus.

Post Malone und Aerosmith

2. Offenkundig müssen so etwas erst weiße Popstars tun, damit es Mainstream werden kann. Denn nach dem großen Vorbild Lil Wayne, der schon Mitte der Nullerjahre ordentlich Tinte um die Nase trug, hat sich das Gesichts-Tattoo schon einige Zeit im nicht nur künstlerisch auf „unzurechnungsfähig“ plädierenden US-HipHop-Nachwuchs etabliert: Googeln Sie Namen wie 21 Savage und Gucci Mane und erfreuen Sie sich an Kunstwerken wie „Messer zwischen Brauen“ oder „Eistüte auf Wange“ und lesen Sie im Konterfei von 6ix9ine wie auf der Innenseite einer WC-Kabinentür.

Tekashi 6ix9ine beim „Made In America – Day 2” am 1. September 2018 in Philadelphia, Pennsylvania

3. In Punkrock, Hardcore und Metal gibt es sogar schon seit den 90ern Musiker, die die Nadel zwischen ihre Ohren ließen (u.a. Mitglieder von Korn, Mastodon, Blink-182 und Rancid).

Gitarrist Brian „Head“ Welch, der gesichts-tätowierte Bassist Reginald „Field“ Arvizu und Sänger Jonathan Davis von Korn bei den „Zippo Sessions” am 6. Mai 2017 in Charlotte, North Carolina.

4. Bekanntestes Beispiel für ein Gesichts-Tattoo war lange (und lange vor Mike Tyson) das Hakenkreuz, das sich Mord-Sektenführer Charles Manson 1970 auf seiner Stirn angebracht hatte. Tatsächlich war dies jedoch ein (Hirn-)Brandzeichen.

Charles Manson im Alter von 74 Jahren am 18. März 2009 im „Corcoran State Prison”, Kalifornien.

5. Bei den Ureinwohnern Neuseelands und Polynesiens gehörten durch Kratzen und Schaben aufgebrachte Körper- und Gesichtsbemalungen zum Schönheitsideal und markierten den sozialen Stand. Bei den nordafrikanischen Berbern waren blau-grüne spirituelle Tätowierungen, auch im Gesicht, vor allem Frauen vorbehalten.

Shareif Ziyadat WireImage
Jeff Hahne Getty Images
Handout Getty Images


Limestone Festival: Post Malone, Seeed und Skepta im Juni live erleben
Weiterlesen