Jilted John – Jilted John

Es war nur ein Witz, aber einer der besten der Popgeschichte. Graham Fellows, 18-jähriger Student aus Manchester, nutzte die Gunst der Stunde: Dank Punk konnte ziemlich jeder eine Single aufnehmen und für knappe drei Minuten zum Star werden. Mit den Rüpeleien von Sham 69, Sex Pistols oder Angelic Upstarts hat die Geschichte des Chips-süchtigen Anorak-Trottels, der gerade seine letzte Flamme an den Aufreißer Gordon (dargestellt von Fellows‘ musikalischem Partner Bernard Kelly) verloren hat, nichts zu tun – das klingt eher wie ein gemeinsames Party-Demo von Blur und Pulp (beide Sänger sind übrigens glühende John-Verehrer). Der NME ernannte „Jilted John By Jilted John“ zur Single der Woche, und als der Ulk auf Platz vier der Charts kletterte, waren 500.000 Exemplare verkauft. Im Januar 1979 erschien die zweite Single; da war Fellows allerdings schon wieder Student und Jilted John vergessen.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.