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Alben der Woche: 26.03. – 1.04.2012

Platte der Woche: Graham Coxon – A + E        
„Der Blur-Gitarrist lässt mit ungeschliffenem Garagenrock seinem Wahnsinn noch mal freien Lauf, bevor er sich wieder Damon Albarns Pop-Diktat unterwerfen muss.Mit seinem 8. Studioalbum hat Graham Coxon die Diskografie seiner Stammband Blur zahlenmäßig überholt – zumindest vorerst, denn Produzentenikone William Orbit legte kürzlich mit diversen Tweets nahe, dass er mit Blur an deren Comeback-Album arbeitet. Der eigentliche Beweis für die wiederaufgenommene Bandarbeit Blurs dürfte aber dieses Solowerk ihres Gitarristen sein: Es ist das bisher sperrigste des 43-Jährigen, voll repetitiver Groove-Konstruktionen, grobschlächtiger Riffkaskaden und Verzerrungen, die einen die Verkabelung der Stereoanlage überprüfen lassen. Zwar ist in jedem der zehn Songs auch der Pop zuhause, besonders im schmissigen Opener „Advice“. Aber Coxon weiß genau, wie viel er davon verträgt und setzt jeder Singalong-Vermutung eine ausreichende Portion Kante und Kauzigkeit entgegen.“ (ME-Redakteur Stephan Rehm)

A
Addison Groove – Transistor Groove

B
Bear In HeavenI Love You, It’s Cool
Blood Red Shoes – In Time To Voices
Dieser Band stand man immer mit offenen Ohren gegenüber. Einfach deshalb, weil sie sich konsequent von den vielen anderen Vertretern des Duobesetzungs-Rocks der 00er-Jahre abgesetzt hat. Statt auf den omnipräsenten Garagenrock-Zug zu springen, bestanden Blood Red Shoes auf Bezug zum Rock der 90er. Auch mit ihrem dritten Album sehen Laura-Mary Carter und Steven Ansell überhaupt keine Veranlassung, an ihrer Ausrichtung irgendetwas Grundlegendes zu verändern. Sturm und Drang ist für sie weiterhin ein wichtiges Tatmotiv.“ (ME-Autor Thomas Weiland)

Breton Other People’s Problems
(…) ein ausgeklügeltes Klangdesign, das sich knackiger HipHop-Beats ebenso bedient wie verführerisch knisternder Elektronik, in dem sich sülzige Streicher ebenso finden wie kräftig schallernde Gitarren, das auf dem Dance­floor ebenso zu Hause ist wie in den weiträumigen Hallräumen von Sígur Rós, in deren isländischem Studio Other People’s Problems aufgenommen wurde. Irgendwo zwischen diesen Eckpunkten finden Breton einen Soundtrack für einen nicht immer logischen, ziemlich spannenden, vor allem aber jederzeit fantasievollen Film mit überraschenden Wendungen, der konsequent alle Genregrenzen einreißt.“ (ME-Redakteur Stephan Rehm)


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