Amewu zu #deutschrapmetoo: „Rapper müssen sich positionieren!“

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Am 22. Juli fand im Berliner Club „://about blank“ wieder ein Abend der Reihe „Rap am Ostkreuz“ statt. Neben Konzerten von zum Beispiel Finna stand eine ausführliche Diskussion zum Thema „Sexismus & Deutschrap – Ein Ausblick“ im Mittelpunkt:

Der Rapper Amewu schickte am Tag darauf via Instagram ein starkes Statement in Richtung der Hip-Hop-Szene.

 

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Dabei sprach Amewu vor allem seine Solidarität mit der Initiative #deutschrapmetoo aus, die gerade von zahlreichen Rap-Fans und Künstlern attackiert wird. Dabei werde so Amewu immer wieder behauptet, die Initiative greife die Grundwerte des Raps an oder versuche auch – wie viele Medien – Rap zum Sündenbock für ein gesamtgesellschaftliches Problem zu machen. Dem sei nicht so. Und, was Amewu sehr wichtig ist: „Die Initiative, gegen die ihr schießt, vernetzt Betroffene die sexualisierte Gewalt/Übergriffe innerhalb unserer Kultur erlebt haben! Sie hören zu, veröffentlichen anonymisiert deren Erlebnisse, bieten psychologische Hilfe und Beratung an und informieren auf ihrer Seite über Zahlen/Fakten zu sexualisierter Gewalt, über Traumata, die aufgrund solcher Erlebnisse entstehen etc. Das ist die Initiative gegen die ihr schießt, die ihr versenken wollt, der ihr droht. Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich krank und möchte nicht, dass so etwas im Namen ‚unserer Kultur‘ passiert.“

Amewu schließt mit den Worten: „Ich bitte auch andere Akteure dieser Szene darum, sich zu positionieren, anstatt sich wegzuducken. Damit meine ich nicht nur, aber auch die Rapper. Besonders die mit Reichweite!“ Ein starkes Statement – und genau die Unterstützung, die es bräuchte. Von weitaus größeren Rappern. Warum trauen die sich nicht?


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