Apple Music: Streamingdienst auch in Deutschland gestartet

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Am 30. Juni 2015 launchte Apple in über 100 Ländern seinen neuen Streamingdienst Apple Music. Seitdem ist der Dienst auch in Deutschland verfügbar und bietet unter anderem „Zugriff auf die gesamte Apple Music-Bibliothek, Empfehlungen von Experten, Lieblingsmusik der Apple Music-Redaktion und Radiosender mit unbegrenztem Weiterschalten von Songs“, wie es in einer offiziellen Erklärung heißt. Voraussetzung jedoch ist ein Apple-Gerät mit einem OS-X-Betriebssystem Version 10.7.5 oder höher.

Über iTunes kann jeder Song aus dem iTunes Store fortan im Stream gehört werden. Zum Launch veröffentlichte Apple Music exklusiv Pharrell Williams‘ neuen Song „Freedom“. Trent Reznor, als Musiker beratend tätig für Apple, stellte Instrumentalversionen der Nine-Inch-Nails-Songs „Fragile“ und „With Teeth“ im amerikanischen Store bereit.

Zum Start von Apple Music lassen die bisherigen Streaminggegner Taylor Swift und AC/DC ihre Musik erstmals bei einem Streamingdienst hören. Auch zahlreiche Indielabels einigten sich nach öffentlicher Kritik mit Apple Music. So ist dort sogar Musik von Radiohead zu hören – dessen Sänger Thom Yorke hielt in der Vergangenheit nie viel von den Geschäftsmodellen der Streamingdienstanbieter.

Außerdem kuratieren der ehemalige BBC-Radio1-Moderator Zane Lowe, Ebro Darden und Julie Adenuga das hauseigene 24/7-Radioprogramm „Beats 1“. Als ersten Song spielte der einflussreiche Lowe „City“ der Band Spring King aus Manchester. Es folgten Becks neuer Song „Dreams“, „Shutdown“ von Skepta und „Gosh“ von Jamie xx.

Apple Music wurde im Juni 2015 angekündigt und im gleichen Monat gelauncht

Wie Apple erstmals am 8. Juni 2015 ankündigte, soll Apple Music nicht nur ein Streaming-Portal, sondern auch ein soziales Netzwerk für Musiker sein, auf dem sie Musik veröffentlichen, Fotos und Videos hochladen und Nachrichten verbreiten können. Fans können ihren Lieblingskünstlern folgen und über den News-Feed „Connect“ informiert bleiben. Darüber hinaus liefert Apple Music einen eigenen Radiosender namens „Beats One“, der weltweit und rund um die Uhr laufen wird. Hörern soll damit vorrangig neue Musik vorgestellt werden.

Mithilfe von Siri lassen sich weitere neue Features nutzen: Anfragen wie „Spiel den Top-Song aus dem Jahr 1990“ oder „Spiel das Lied aus dem Film ‚Fight Club’“ vereinfachen in Zukunft die Musiksuche – wenn sie funktionieren.

Der Service kostet in Deutschland 9,99 Euro monatlich und ist dann in der hauseigenen Musik-App und bei iTunes integriert. Für Familien bietet sich ein Gruppen-Account an – für 14,99 Euro können bis zu sechs Personen den Dienst gemeinsam nutzen. Die ersten drei Monate werden zum Testen kostenlos sein.


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