Bad Bunny stellt neuen Stadion-Rekord auf

Bad Bunny bricht mit zwei ausverkauften Shows im Tottenham Hotspur Stadion den Besucher:innen-Rekord und schreibt als erster Latin-Act Stadiongeschichte.

Der König des Latin Trap übernimmt nun auch die Herrschaft im Vereinigten Königreich: Bad Bunny zeigt mit Rekordverkäufen seiner Tour, dass sein Einfluss längst kein rein spanischsprachiges Phänomen mehr ist – und sorgt für eine Verschiebung in der Popkultur.

Den Titel „King of Latin Trap“ verdankt der Sänger aus Puerto Rico seinem globalen Erfolg mit spanischem Rap, der sich über tanzbare Rhythmen legt und eine urbane Latin-Musik verkörpert. Der Trend schwappte von den USA auch nach Europa über. Seine Tourstopps in Deutschland waren restlos ausverkauft, und in Madrid spielte der Sänger gleich zehn Konzerte, um die hohe Nachfrage zu stillen.

104.000 Fans im Tottenham Hotspur Stadion

Nun bricht Bad Bunny auch in Großbritannien Rekorde. Für seine zwei ausverkauften Shows im Tottenham Hotspur Stadion am 27. und 28. Juni pilgerten insgesamt über 104.000 Fans zu dem Fußballstadion in London. Damit trägt sich der Superstar ganz oben in die Liste der höchsten Besucher:innenzahl für ein einzelnes Konzert an dieser Location ein. Außerdem handelte es sich bei den Auftritten im Rahmen seiner „DeBÍ TiRAR MáS FOToS World Tour“ um die größten Performances eines Latin-Künstlers, die das Land je gesehen hat.

Wer denkt, die Konkurrenz dabei sei groß, hat sich geirrt: Es handelt sich gleichzeitig auch um die Premiere eines Stars der Latin-Szene als Headliner eines Stadion-Konzerts in Großbritannien. Der Erfolg beweist Bad Bunnys außergewöhnlichen Erfolg als lateinamerikanischer Künstler, der jeglichen Maßstab seines Genres sprengt.

Politisches Statement

Mit seinem explosiven Ruhm verschiebt der 32-Jährige die popkulturellen Standards. Englischsprachige Musik ist weltweit dominant. Dabei ist Spanisch nach Mandarin die zweithäufigst gesprochene Sprache – doch das übersetzt sich nicht in die globale Popmusik. Ein Künstler, der mit spanischer Musik im Geburtsland der englischen Sprache solche Erfolge einfährt, ist mindestens außergewöhnlich. Dass er damit sogar die Rekorde anglophoner Musik bricht, grenzt an eine Revolution.

Der „King of Latin Trap“ stört sich nicht daran, auf seinem Weg nach oben anzuecken. Mit seiner Super-Bowl-Halbzeitshow geriet Bad Bunny zwischen die Fronten der US-amerikanischen Politik. Er hielt seine gesamte Performance auf Spanisch ab – ein Zeichen für die Zugehörigkeit der spanischsprachigen Minderheit im Land.

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