Nach Tod von Black Midis Matt Kwasniewski-Kelvin: So trauert die Musikwelt
Nach dem Verlust des Black-Midi-Gitarristen zollen Sleaford Mods, Shame und DJ Mary Anne Hobbs ihr Tribut.
Am Montag, dem 12. Januar 2026, gab das Label Rough Trade bekannt, dass Matt Kwasniewski-Kelvin, eines der Gründungsmitglieder von Black Midi, im Alter von 26 Jahren verstorben ist. Nun zollen Kolleg:innen aus der Branche, Weggefährt:innen und Fans dem Musiker Tribut.
Familie ruft zur Achtsamkeit auf
Der Tod des Gitarristen sei die Folge eines schwierigen Kampfes mit psychischen Problemen gewesen, teilte das Label auf Instagram mit. Zugleich wurde ein Statement der Familie veröffentlicht, in dem es heißt: „Mit tiefer Trauer teilen wir euch als Familie mit, dass Matthew Kwasniewski-Kelvin nach langem Kampf mit seiner psychischen Erkrankung verstorben ist.“ Und weiter: „Ein talentierter Musiker und ein gütiger, liebevoller junger Mann ist trotz aller Bemühungen verstorben. Matt wurde nur 26 Jahre alt. Er wird immer geliebt werden.“
Zudem rief die Familie im Statement dazu auf, auf Angehörige mit psychischen Problemen zu achten, um solche Fälle zu verhindern: „Bitte nehmt euch sich einen Moment Zeit, um sich nach dem Befinden eurer Angehörigen zu erkundigen, damit wir verhindern können, dass dies jungen Männern widerfährt.“
Das Label selbst bekundete größtes Mitgefühl mit der Familie und stellte heraus, was für ein großartiger Musiker der Verstorbene war. Er sei „ein unglaublich talentierter Mensch, der uns sehr fehlen wird“.
Zahlreiche Tribute via Social Media
Auf Social Media bekundeten zahlreiche Kolleg:innen aus der Musikindustrie ihr Beileid und teilten Tribute für den Musiker. Jason Williamson von Sleaford Mods schrieb: „Ruhe in Frieden, Matthew. Mein Beileid an seine Familie.“
Auch DJ Mary Anne Hobbs meldete sich mit emotionalen Worten: „Ich bin zutiefst traurig über diese tragische Nachricht. Ruhe in Frieden, Matt, du wundervolles Genie.“
Die Band Shame, die Black Midi seit der ersten Stunde unterstützte und die Gruppe im Jahr 2018 als „die beste Band in London“ bezeichnete, zeigte sich trauernd und schrieb: „Ich bin zutiefst erschüttert. Ruhe in Frieden, Matt. Du warst ein gütiger, warmherziger Mensch und ein unglaublicher Künstler. Wir werden dich sehr vermissen.“
Auch der Veranstaltungsort The Windmill Brixton, der ein Zuhause für die Szene rund um die Band des Verstorbenen war, meldete sich zu Wort. Black Midi traten hier einige Male auf. Auf Instagram vermeldete die Veranstaltungsstätte: „Es ist so unglaublich emotional, an diese aufregenden Zeiten zurückzudenken, als Matt nach einem Arbeitstag, an dem er Lüftungsschächte inspizierte (daher auch der Song ‚Ducter‘), zum Soundcheck kam und einige der besten Klänge erzeugte, die unsere kleine Bühne je erlebt hatte, darunter auch jener Abend mit dem verstorbenen Damo Suzuki.“
Fans teilen ihre Trauer
Auch Fans der Band bekundeten ihre Trauer auf Social-Media-Plattformen. Auf Reddit schrieb ein Nutzer: „Das ist wirklich eine schreckliche Nachricht. Ich habe sie nie live gesehen, als er noch in der Band war, und das bedauere ich sehr, denn wenn man sich die Aufnahmen anhört, waren sie live mit zwei Gitarristen eine unglaublich kraftvolle und energiegeladene Band.“
Eine weitere Person kommentierte: „Schreckliche Neuigkeiten. ‚Schlagenheim‘ ist eines der besten Debütalben aller Zeiten, und ein Teil seines Zaubers liegt in Geordies und Matts Gitarrenspiel und ihrer Chemie.“
Auch auf X bekundeten Anhänger:innen des verstorbenen Musikers ihre Trauer. Ein Fan postete: „Black Midi ist eine der kreativsten Bands, die ich je gehört habe. Kümmert euch um eure Lieben, man weiß nie, was los ist. Ruhe in Frieden, Matt.“
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