Brady Ebert: Ex-Turnstile-Gitarrist droht lebenslänglich

Brady Ebert, Ex-Gitarrist von Turnstile, wird wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt. Er fuhr Brendan Yates' Vater an – nun droht ihm lebenslange Haft.

Der Ex-Turnstile-Gitarrist Brady Ebert könnte jetzt lebenslänglich ins Gefängnis kommen. Er ist bereits seit 2022 nicht mehr bei der Band und brachte zuletzt den übrigen Mitgliedern schwere, nicht weiter belegbare Vorwürfe entgegen, darunter sexuelles Fehlverhalten. Der Grund für die nun drohende Haftstrafe: Am 29. März fuhr er den Vater von Frontmann Brendan Yates mit dem Auto an.

Laut „Baltimore Banner“ wird Ebert nun angeklagt – und zwar nicht nur wegen versuchten Totschlags. Die Jury stufte die Anklage inzwischen hoch, sodass er sich nun wegen vorsätzlichen Mordes verantworten muss.

Damit ändert sich auch das mögliche Strafmaß. Bei Totschlag wären bis zu 30 Jahre Gefängnis möglich gewesen. Doch mit der neuen Einordnung könnte das eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Musiker bedeuten.

Ebert fuhr Yates vor dessen Haus an

Brady Ebert hatte William Yates, den Vater seines ehemaligen Bandkollegen, vor dessen Haus angefahren und schwer verletzt. Der 79-Jährige wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert und überlebte den Vorfall. Laut Ebert habe er in Notwehr gehandelt, da William Yates ihn angeblich angegriffen habe.

Das Videomaterial zeigt jedoch, wie Ebert zum Haus der Yates-Familie fährt, dort hupt und die Familie beschimpft. William Yates ist daraufhin zu sehen, wie er an das Fahrzeug herantritt und einen Stein wirft. Danach setzt Ebert seinen Wagen zurück und fährt dann wieder vorwärts, bis er den Vater trifft. Medienberichten zufolge soll er dabei geäußert haben, der 79-Jährige habe es „verdient“. Juristisch gilt die Tat damit als vorsätzlich und wird nicht als Notwehr eingestuft.

Turnstile äußern sich zum Vorfall

Die Band meldete sich nach dem Angriff in den Socials zu ihrer Beziehung zu ihrem ehemaligen Gitarristen zu Wort: „Nachdem wir alle verfügbaren Ressourcen ausgeschöpft hatten, um ihm Hilfe und Genesung zu ermöglichen, mussten wir schließlich eine Grenze ziehen, als eine gesunde Kommunikation nicht mehr möglich war und er begann, mit Gewalt zu drohen. In den Jahren seitdem sind seine grundlosen öffentlichen Attacken weitergegangen. Wir sind nie darauf eingegangen. Wir haben uns entschieden, seine Privatsphäre und die Umstände seines Ausscheidens zu schützen, obwohl er nichts getan hatte, was diesen Schutz gerechtfertigt hätte. In den letzten Monaten haben sich seine Drohungen nur noch verschärft. Letzte Woche eskalierte die Gewalt zu einem tätlichen Angriff, als Brady zum Haus von Brendans Eltern fuhr und Brendans Vater mit seinem Auto überfuhr, wodurch dieser schwer verletzt wurde. Wir sind dankbar, dass Herr Yates überlebt hat und die Operation erfolgreich überstanden hat, und wünschen ihm eine bestmögliche Genesung. Uns fehlen die Worte für Brady.“