Christopher Nolan plant keine zukünftigen Projekte mit Warner Bros.

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Nach einer Meinungsverschiedenheit zwischen Regisseur Christopher Nolan und der Produktionsfirma Warner Bros. im vergangenen Jahr bricht er schließlich die Zusammenarbeit ab. Grund des Konflikts war die Veröffentlichung seiner Filme auf der Streaming-Plattform HBO Max.

Diesbezüglich berichtet das „Wall Street Journal“: „Nachdem er jahrelang als Top-Regisseur bei Warner Bros. tätig war, ist es unwahrscheinlich, dass Christopher Nolan, der letztes Jahr den Film ‚Tenet‘ geschrieben und inszeniert hat, mit seinem nächsten Projekt zum Studio zurückkehren wird, zum Teil weil er von der hybriden Vertriebsstrategie des Studios für 2021 enttäuscht war.“

Tenet“ feierte nach etlichen pandemiebedingten Verschiebungen im vergangenen August sein Release. Während dieser Film in den Kinos anlief, plante Warner Bros. jedoch neue Veröffentlichungen auf HBO Max.

Kritik von Christopher Nolan

Bereits im vergangenen Dezember reflektierte er die Veröffentlichung im Rahmen eines Gesprächs mit dem Online-Nachrichtendienst „ET“: „Sie sollen für ein möglichst breites Publikum da sein… Und jetzt werden sie als Verlustbringer für den Streaming-Dienst benutzt – für den noch jungen Streaming-Dienst – ohne jegliche Rücksprache. Also, es gibt eine Menge Kontroversen.“

Im Zentrum seiner Kritik stand die von Warner Bros. getroffene Entscheidung. Die Produktionsfirma will die Filme parallel zum Kinostart auch auf dem Streaming-Plattform HBO Max zu Verfügung zu stellen. Dies geschah laut seiner Aussagen nämlich ohne Rücksprache der teilhabenden Filmemacher*innen. Zudem verwies Nolan auf die finanziellen Auswirkungen von den mitwirkenden Arbeiter*innen. Auch berichtete „UPROXX“, er habe „kein Blatt vor den Mund genommen, dass die überraschende Entscheidung den Ruf der Studios, die Besten im Geschäft zu sein, beschädigt hat.“

Zusätzlich sagte Christopher Nolan in einem Statement der amerikanischen Film-Fachzeitschrift „The Hollywood Reporter“ im Dezember 2020: „Einige der größten Filmemacher und wichtigsten Filmstars unserer Branche sind am Abend zuvor mit dem Gedanken zu Bett gegangen, für das größte Filmstudio zu arbeiten, und sind aufgewacht, um herauszufinden, dass sie für den schlechtesten Streaming-Dienst arbeiten.“


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