CocoRosie – La Maison De Mon Reve

Nennen wir’s Indietronic-LoFi-Appalachen-Trip/HipHop-Folk, was die Schwestern Bianca und Sierra Casady aus Brooklyn auf ihrem Debüt veranstalten. Die eine (Sierra) singt mit ausgebildeter Opernstimme, die andere IBianca) bevorzugt den Marc-Bolan-Ziegenmeckerstil. Die Musik auf LA maison de mon REVE ist mit fiesen, nervigen Beigaben angereichert: Der Drumcomputer gerät aus dem Takt, die Gitarre lässt ein, zwei davon aus, die Schwestern beteuern mit gegenläufigen Micky-Maus-Stimmen „I just wanted to be your housewife, all I wanted was to be your housewife“ zu ungeraden Beats aus der Box, Hammerschlägen, Vogelgezwitscher, monotoner Klavierbegleitung und zu den Geräuschen von allerlei Gerät aus dem Spielzeugladen. Produktions-Anti-Technik, Gesang, der aus Kofferradiolautsprechern krächzt, Geklöppelauf Blechbüchsen ist bei CocoRosie genauso wichtig wie der Song, der sich hinter all dem sanften Unsinn versteckt.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.