Spezial-Abo

Comeback: „Sex and the City“-Reboot bald auf HBO Max?

von

Carrie Bradshaw als feministische Twitter-Ikone? Ohne Zweifel würde sich die Hauptdarstellerin der 2004 ausgelaufenen Kultserie nur allzu gut im modernen Technologiezeitalter zurecht finden. In Hollywood wird nun gemunkelt, dass ein Besuch von „Sex and the City“ in der Moderne schon bald Realität werden könnte. So berichtete ein Insider, dass die New Yorker Serie als limitierter Reboot auf HBO Max ausgestrahlt werden soll. Zu sehen gibt es demnach alle Originalstars in ihren gewohnten Rollen – mit Ausnahme von Kim Cattrall, die wiederholt betont, kein Interesse daran zu haben, noch einmal Samantha Jones zu geben.

Was würde wohl Carrie Bradshaw zur #MeToo-Bewegung sagen?

Das fragt sich auch Sarah Jessica Parker. So äußerte sie bereits im September gegenüber „Entertainment Tonight“ ihr Interesse an einem „Sex an The City“-Reboot. Sie fände es spannend „einige Episoden von ‚Sex and the City’“ zu drehen, aber: „Ich würde es nicht als Reboot bezeichnen, ich würde es eher ‚Revisit‘ nennen.“ Die Schauspielerin war nicht zuletzt auch als Produzentin der HBO Serie tätig.

So wundert sich Parker in Anlehnung an ihren „SATC“-Charakter, wie sich Bradshaw wohl im gegenwärtigen politischem Klima positionieren würde. „Ich würde gerne sehen, wo sie alle sind. Ich bin neugierig, die Welt hat sich seit dem Film verändert … Technologie und soziale Medien.“ Und weiter: „Sexualpolitik und die #MeToo-Bewegung und Time’s Up … Ich glaube, Carrie Bradshaw wäre einfach so scharf darauf ihre Gefühle und Gedanken zu teilen.“

„Sex and the City“: Zoff zwischen Parker und Cattrall

Die so liebenswert-eigenwilligen Powerfrauen sind dafür bekannt, sich gegenseitig mit brutaler Ehrlichkeit im Bunde feministischer Schwesternschaft durch jede Lebenslage zu helfen. Hinter den Kulissen lief es jedoch nicht immer ganz so blumig gemeinschaftlich. Spätestens nach dem zweiten „SATC“-Film reichte es Cattrall, die die PR-Agentin Samantha Jones spielte. „Es war auf so viele Arten ein Segen, aber nach dem zweiten Film hatte ich genug“, sagte die 64-Jährige 2019 im Interview mit dem britischen „Guardian“ und betonte, dass sie keine Probleme damit habe, wenn ihre Rolle Samantha Jones nachbesetzt werde.

So verliefen schließlich die Pläne für einen dritten Kinofilm im Sand, und öffentliche Streitigkeiten mit Parker erhielten die Oberhand. Dabei würde Parker nur ungerne einen „SATC“-Film ohne Cattrell drehen und hat auch generell keinen Lust auf „Zickenkrieg“. Mit dem Versuch jegliche Spannungen zu entschärfen, richtete sie sich 2018 an Fans von Cattrall und sagte: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir vorstellen kann, einen weiteren Film ohne sie zu machen.“

Dieser Versuch der Streitschlichtung folgte auf Cattrells Reaktion, als Parker 2018 ihr Beileid zum Tod von Cattralls Bruder ausdrückte: „Dein ständiges Kontaktsuchen ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie grausam du damals warst und heute immer noch bist.“ Außerdem schrieb sie auf Instagram: „Lass mich das SEHR deutlich machen. (Falls ich es nicht schon getan habe) Du bist nicht meine Familie. Du bist nicht mein Freundin.“

Im Jahr 2017 hatte Cattrall gesagt, dass sie mit „Sex and The City“ abgeschlossen hat und sich Neuem widmet. Der Beschluss, nicht bei „Sex and the City 3“ mitzuwirken, sei für Carttrall „eine Entscheidung in meinem Leben, ein Kapitel zu beenden und ein neues zu beginnen“.

Die Gerüchte rund um einen Sex and The City Reboot wurden noch nicht final von HBO Max und Parker bestätigt.


Vom TV auf die Leinwand: 5 Filme, die Serien gekonnt weitererzählen
Weiterlesen