Cronite

Die Musik: „Ich höre oft, dass ich ein ‚deutscher Eminem‚ bin“, sagt der kroatischstämmige Rapper aus Nürnberg, der in diesen Tagen mit Cronite ein HipHop-Debüt auf höchstem internationalen Niveau veröffentlicht. „Das ist erst mal Anerkennung hoch acht. Aber thematisch bin ich vom Style schon anders.“ Als Franke beherrscht er die amerikanische Sprache akzentfreier als die deutsche, orientiert sich als Texter aber strikt an seiner eigenen Wirklichkeit. „Ich will mit den US-Klischees nichts zu tun haben. Ich bin einfach ein Kroate, der in Deutschland lebt. Im Krieg war ich selbst nie in Kroatien. Aber ich habe Familienangehörige verloren. Da ist nichts mehr, wie es war. Vor zehn Jahren saßen 30,40 Leute im Vorgarten, heute sind es fünf oder sechs. Aber auch wenn sich meine Texte zuerst oft etwas negativ anhören am Schluss nimmt das immer eine positive Wendung. Das ist mir ganz wichtig.“ Die Hälfte der Songs haben die Kroaten Baby Dooks, Dash und Koolade produziert, die bereits die Arsonists, Curse und ASD belieferten.

Der Künnstler : Antoni Jurcic, 28, dessen Eltern vor 30 Jahren nach Deutschland kamen, schulte bei unzähligen Battles mit stationierten US-Soldaten („Die haben ganz anderen Hunger“) seinen Flow und sein Englisch, bevor er nach zahlreichen Tourneen nun sein Debüt veröffentlicht. Cronite Cronite (Urban/Universal)

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