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„Cyberpunk 2077“: Spielentwickler entfernen Sex-Mod mit Keanu Reeves

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Der polnische Computerspielentwickler „CD Projekt RED“ hat für das Video-Rollenspiel „Cyberpunk 2077“ eine Modifikation entfernt, in welcher mehr oder weniger Sex mit Keanu Reeves in der Rolle des Charakter Johnny Silverhand möglich war. Dass damit eine Grenze überschritten wird, findet auch „CD Projekt RED“ selbst. In einer Stellungnahme äußerte sich das Unternehmen zuletzt kritisch zu solchen Modifikationen ihres Spiels. Der Sex-Mod wurde inzwischen entfernt.

Entwicklung von Mods: Ein gängiges Gaming-Hobby

Erweiterungen oder sogenannte Mods eines bereits veröffentlichten Videospiels sind in der Welt der Video- und Computerspiele eine gängige Praktik. Auf Website wie „Nexus Mode“ werden diese dann hochgeladen und mit anderen geteilt. Doch nicht alle Mods halten sich an ethische Regeln. So zuletzt auch der Sex-Mod in „Cyberpunk 2077“. Er ermöglichte den Austausch von Charaktermodellen und konnte Johnny Silverhands somit in die Position eines sogenannten „Joytoy“-Sexarbeiters versetzen. Mit zu dem Mod gehörte auch ein Tutorial, das den manuellen Austausch von Charaktermodellen mit einer Reihe von anderen Optionen erklärte.

Unternehmen bezieht Stellung

Auf der Nexus-Mods-Website ist der Sex-Mod aktuell nicht mehr zu finden, wohinter der Schöpfer namens „Catmino“ vermutlich selbst steckt. Denn gegenüber dem Computerspiel-Magazin „Eurogamer“ sagte er vor wenigen Tagen: „Wenn Keanu Reeves oder CDPR etwas dagegen haben, würde ich diese modifizierten Dateien natürlich entfernen, früher oder später kriegen es die Spieler aber auch ohne meine Hilfe hin.“

Gegenüber dem Magazin „PC“ bezog „CD Projekt RED“ nun Stellung: „Unsere wichtigste Regel hinsichtlich von Benutzern erstellter Inhalte – speziell in Form von Mods – ist, dass sie anderen nicht schaden dürfen. Im Fall von ausgetauschten Models, vor allem wenn es explizite Situationen betrifft, kann es passieren, dass die Leute, die uns ihr Aussehen für die Erstellung von Charakteren in Cyberpunk 2077 zur Verfügung gestellt haben, dies als schädlich ansehen.“


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