David Bowie – The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars

Wegen der darauf vereinten Stücke ist dieses stilprägende Album wohl nicht in die Musikgeschichte eingegangen. Das Songwriting auf ZIGGY STARDUST ist eher Mittelmaß, musikalisch dominiert konventioneller Rock, glamig aufgepeppt. Sicher: „Moonage Daydream“ hat einen großartigen Drive, und „Rock’n’Roll Suicide“ war wohl das „Smells Like Teen Spirit“ der damaligen Jugend. Und auch „Ziggy Stardust“ ist nicht übel. Dafür nervt der puderzuckrige „Starman“, und „It Ain’t Easy“ ist eine grottige Coverversion. Trotz diesen Schwächen hat Bowie mit seinem Konzeptalbum über einen Rockmessias, der am Ende von seinen Fans ermordet wird, eine weit in die Zukunft leuchtende Parallelwelt geschaffen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Kunstfigur Ziggy Stardust – angeblich ließ Bowie sich zu seinem Alter Ego von Vince Taylor inspirieren, einem fast vergessenen Star der frühen 60er- zur Blaupause für viele androgyne Verwandlungskünstler wurde, die ihm folgen sollten: Brian Molko, Trent Reznor und auch Marilyn Manson.

ME 9/1972:

„Er singt, spielt Gitarre und Saxophon, und das Resultat ist eine Platte, die alles, was in den letzten beiden Jahren aus der englischen Popszenerie hervorgegangen ist, an Originalität weit übertrifft.“

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