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Die 50 besten Platten des Jahres 2015

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Platz 4: Jamie XX – IN COLOUR


Young Turks/Xl/Beggars/Indigo (29.5.)

Nehmen wir die Verdienste von Jamie xx einfach als gegeben hin: Der gerade einmal 27-jährige Mann aus London ist mittlerweile eine der einflussreichsten Figuren in der aktuellen Popmusik. Er hat in den vergangenen sechs Jahren als Beatmacher von The xx nicht nur der Indie-Kultur den Minimalismus beigebracht, sondern wiederum positive Rückkopplungen auf die zeitgenössische elektronische Musik bewirkt, von der er sich als Solist und Bandmitglied von The xx hat beeinflussen lassen. Wie elektronisch ist die Indie-Band The xx? Wie indie ist der Elektronik-Produzent Jamie xx? Als Solokünstler wurde Jamie xx mit einer Handvoll EPs und Remixen ein Teil der Welt der elektronischen Musik, die er so lange aus der Fanperspektive bewundert hat.

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Über seinen Tracks, auch über denen seines Debütalbums IN COLOUR, hängt eine bittersüße Melancholie, wo doch diese Tracks eigentlich für die Ekstase im Club gemacht sein müssten. Sein Entwurf einer zeitgenössischen elektronischen Tanzmusik klingt jedoch eher nach dem frühen Morgen nach der Clubnacht, wenn die Euphorie langsam der Katerstimmung weicht, aber immer noch in Spurenelementen in der Luft hängt. Und welches Instrument klingt melancholischer als die eigentlich karibisch-sonnenscheinig gemeinte Steel-Drum – das Markenzeichen seiner Musik? Eben.

Allein die Musiker, die am ersten Soloalbum von Jamie xx beteiligt waren, sprechen Bände über Herkunft, Intention und Ausrichtung seiner Musik: die Bandkollegen von xx Oliver Sim und Romy Madley Croft, Young Thug, Popcaan und Kieran Hebden in Person – Idris Muhammad, Hugh Masekela, Arthur Baker, Alicia Keys, The Whitest Boy Alive und The Persuasions als Samples: Indie, Dancehall, HipHop, Post-Disco, R’n’B, House, Jazz – alles dabei, alle Arten von tanzbarer Musik aus dem vergangenen halben Jahrhundert, denen Jamie xx hiermit ein Denkmal setzt, als subjektive Interpretation (elektronischer) Musik, die sich aus den subjektiven Einflüssen des Künstlers ergibt. Und das ist dann objektiv: großartig. Albert Koch

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