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Die Alben der Woche: 30. Juli – 5. August 2012

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Die Alben der Woche: 30. Juli - 5. August 2012

Platte der Woche: Eugene McGuiness – The Invitation To The Voyage.
McGuinness ist das Prinzip des Popsongs zwar hochsympathisch, aber nicht heilig. Er ist, auch wenn die Optik etwas anderes vermuten lässt, keinesfalls retro, weil er das Gewesene nicht reproduziert, sondern lediglich als Ausgangspunkt für Neuentwicklungen benutzt. Man höre sich „Shotgun“ an. Was so traditionalistisch klingt, ist eine clevere Melange aus Henry Mancini, Tricky und ihm selbst. Auch an anderer Stelle mischt und mixt McGuinness, verbindet das, was man mal Pubrock nannte, mit kühlem Wave und kontemporären Beats, zitiert von U2 (der Anfang von „Video Game“) über Collins und Costello bis hin zu seinen Freunden und Zeitgenossen Last Shadow Puppets (ME-Redakteur Jochen Overbeck).

A
Antony And The Johnsons – Cut The World

B
Blur – Blur 21: The Box. Verträgt die Musikwelt einen weiteren Koloss namens 21? Vielleicht zunächst die Fakten, um diesen Behemoth von einer Box in den Griff zu bekommen: 21, das Geburtstagsgeschenk zum 21. von Blurs Debütalbum Leisure, umfasst alle sieben Studioalben der Band, die ersten fünf davon in remasterter Form. Erstaunlicherweise gibt 21 trotz aller Opulenz aber nicht das Gesamtwerk der Band wieder. Ein paar B-Seiten fehlen. Das ist zwar überhaupt nicht verständlich und für den Alles-haben-Müsser gewiss ärgerlich, aber eigentlich nicht so schlimm. Denn stets waren es ihre B-Seiten, die Blur davon abgehalten haben, so unfassbar wie die  Beatles zu werden. Das Gefälle zwischen ihren durchgehend sehr guten Albumsongs (mindestens) ab Modern Life Is Rubbish, ihren meistens sensationellen A-Seiten – regelbestätigende Ausnahme: das krampfige „Song 2“-Plagiat „Crazy Beat“ – zu dem, was da sonst noch die Spielzeit der Singles zu füllen hatte, war fast verlässlich groß. Aktuelles Beispiel: „The Puritan“, hier nicht erhältliche B-Seite von „Under The Westway“: Will zu viel, kann zu wenig. Die A-Seite hingegen: ein Klassiker. Freilich finden sich in dieser Zusammenballung auch B-Seiten, die es verdient gehabt hätten, Albumstücke zu sein, wie „Ultranol“, „Tame“ und „Get Out Of Cities“. Aber häufig versteckten sich hinter den mächtigen Erstplatzierten auf den Tracklists der Singles unausgegorene Songs wie „Ludwig“, oft nur instrumentale Ideen, die wie „French Song“ elend in die Länge gezogen werden.

C
Cast –The Troubled Times Tour Live 2012

P
Patton, Mike/Luciano Berio – Laborintus 2

S
Specials, The – More… Or Less – The Specials Live

T
Turbonegro – Sexual Harassment



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