Die letzte Ölung

AI* Stones-Gitanist meist unterbeschäftigt, greift er seit Jahren zu Pinsel und Farben, und zur Schreibmaschine: in seinem Buch „The Works“ enthüllt Ron Interessantes über seine Arbeltgeber.

Nachdem er jahrelang mit Kohle und Aquarellfarben etliche seiner Star-Kollegen porträtiert hatte, wagte sich Ron dieses Jahr zum ersten Mal an Ölgemälde. Hier sind nach langer Zeit endlich wieder alle Stones vereint — freilich nur in Öl auf Leinwand. Gleichzeitig stellt Ron sein Buch „The Works“ vor — eine kleine Autobiographie, die (mit seinen Bildern illustriert) aufschlußreiche Einblicke in die wilden Jahre der Rolling Stones erlaubt. Und sie verrät, daß bis in die späten Sechziger Ronnies Berufsweg hart auf der Kippe stand — zwischen Musiker und Grafiker: „Meine beiden Brüder studierten an der Kunstschule von Ealing. Da wollte ich unbedingt auch hin, denn ich fand ihre Freundinnen — gepflegte Kunststudentinnen — so geil“

Nach einigen Semestern verlor sich aber auch dieser Reiz: „Die meisten meiner Schulkameraden sind dann doch Musiker geworden.“

Wie Ron, der früh zu einer realistischen Denkweise fand: „Elvis brauchte nur Monate, um Millionen Platten zu verkaufen. Mit Kunst verdienst du erst nach deinem Tod Geld.“ („The Works“. Fontana Paperbacks, 8 Graf ton Str.. London W1X3LA)

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