Highlight: Heute vor fünf Jahren: Das waren die zehn größten Chart-Hits in Deutschland im Jahr 2015

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Diese fast vergessenen Songs feiern 2020 ihr 20. Jubiläum

Seit dem ersten Jahr des neuen Jahrtausends ist viel passiert. Die lustigen Brillen mit der Zwei und den drei Nullen sind verstaubt und manch einer schämt sich dafür, sie überhaupt getragen zu haben. Boris und Barbara Becker haben sich endgültig getrennt. Gerhard Schröder ist längst kein Bundeskanzler mehr. Und die Musik von damals? Die klebt wohl oder übel nach wie vor in unseren Köpfen. Umso erschreckender, dass tatsächlich 20 Jahre vergangen sind, seitdem wir die folgenden Hits (und viel zu viele andere) aus dem Jahr 2000 zum ersten Mal gehört haben. Sagt nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt! Wobei: „Stan“ war schon ziemlich ordentlich damals. Also der Song, nicht der Protagonist.

 „Who Let The Dogs Out“ von Baha Men

Dass die Musikgruppe Baha Men den bereits 1998 erschienenen Song zwei Jahre später nur als Coverversion populär gemacht hat (und dafür sogar einen Grammy in der Kategorie „Best Dance Recording“ gewann), war wohl den wenigsten klar, auf den Tanzflächen aber auch nicht wichtig: Hauptsache, das Hundegebell wurde lauthals nachgekläfft! Das Lied ist eine Eigenkomposition des Soca-Sängers Anselm Douglas und hieß „Doggie“. Mit den Dogs, die die Baha Men in den Refrain packten, sind wohl keineswegs Vierbeiner gemeint, sondern vielmehr Männer, die sich schlecht benehmen. Und diese brachten den Erfolg: Die Version von der Band Baha Men landete in zahlreichen Ländern in den Top Ten und wurde sogar im Film „Men in Black II“ verwendet. Und Filmmusik können die Jungs von den Bahamas – zumindest damals: Nach „Who Let The Dogs Out“ wurden weitere Songs von Baha Men für Filme wie „Shrek – Der tollkühne Held“ und „Garfield – Der Film“ verwendet. Bereits Mitte der 2000er wurde es dann aber ruhig um die Band. Nachdem das Album „Holla“ floppte, folgten keine neuen Veröffentlichungen.

„Stan“ von Eminem

Dass 20 Jahre vergangen sind, seitdem Rapper Eminem in „Stan“ über einen von ihm besessenen Fan singt, sieht man. Slim Shady hat sich verändert. Äußerlich. Kein Wunder, Marshall Mathers aka Eminem geht auf die 50 zu! Ja, das tut weh. Immerhin hat man immer noch den wasserstoffblonden jungen Typen vor Augen, wenn man einen Song von ihm hört. Bei „Stan“ war er das ja auch noch fast. Das Lied verkaufte sich allein in Deutschland etwa eine halbe Million Mal. Und es machte nachdenklich: Der Song, der in fiktiven Briefen von der überbordenden Fanliebe von Stan erzählt, endet mit dem Tod des Jungen. 20 Jahre nach dem Erfolg dieses Songs hat Eminem sein mittlerweile elftes Studioalbum MUSIC TO BE MURDERED BY herausgebracht. Und unwillkürlich muss man bei diesem Albumtitel eben auch an Stan denken.



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