Dieter Bohlen spricht über vermissten Daniel Küblböck – und blamiert sich mit geschmacklosem Pulli

Beim folgenden Video weiß man gar nicht, worüber man sich am meisten Fremdschämen soll: Musikproduzent Dieter Bohlen hat auf Instagram einen Clip veröffentlicht, in dem er vor laufender Kamera über den vermissten Daniel Küblböck spricht. Und dieses Video hat es in sich.

Bohlens Statement beginnt mit der Ansage „Willkommen bei Dieters Tageschau“. In den folgenden rund 60 Sekunden spricht der „Poptitan“ über den ehemaligen „Deutschland sucht der Superstar“-Kandidaten in der Vergangenheit, also so, als ob Küblböck schon für tot erklärt wurde. Bohlen erinnert sich daran, dass Küblböck nur vor der Kamera ein Spaßvogel gewesen sei, er, wann immer Küblböck ihn zuhause besuchte, auch einen ganz anderen Menschen kennengelernt habe. Er , Bohlen, hoffe zwar, dass Küblböck doch noch „in einem Maschinenraum oder sonstwo“ lebendig gefunden wird, könne sich aber durchaus vorstellen, dass Küblbock sich das Leben genommen habe.

Als ob das nicht schlimm und fremdschämwürdig genug wäre, trägt „Camp David“-Testimonial Dieter Bohlen einen Pulli, dessen Schriftzug an Geschmacklosigkeit nicht zu übertrumpfen ist: „Be one with the ocean“ steht da in Versalien gedruckt – während sein Träger über einen angeblichen Freund trauert, der mutmaßlich einen Tag zuvor auf hoher See ertrunken ist.

View this post on Instagram

Daniel Küblböck #anzeige

A post shared by Dieter Bohlen mit Carina (@dieterbohlen) on

Daniel Küblböck wahrscheinlich über Bord gegangen

Daniel Küblböck wird seit Sonntag vermisst. Der durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt gewordene Musiker und Entertainer ist am 9. September 2018 verschwunden. Die Anzeichen verdichten sich, dass Küblböck tot sein könnte.

Der 33-jährige Küblböck war Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff Aida und nahm privat an einer Reise von Hamburg nach New York teil. 185 Kilometer nördlich von St. John’s (Neufundland) ging am Sonntag eine Person über Bord, wie die Verantwortlichen der Aida Cruises selbst bestätigten. Ob es sich bei der Person tatsächlich um Küblböck handelte und was passiert war, wurde zunächst nicht bekannt. Ein mutmaßlicher Augenzeuge behauptete gegenüber der BILD-Zeitung, er habe gesehen, wie Küblböck von Deck gesprungen sei.

Aida-Sprecher Hansjörg Kunze bestätigte diese Aussage nicht, sagte aber der Deutschen Presse-Agentur im weiteren Verlauf des Tages, dass man vermute, dass es sich dabei um Küblböck handele. Nach der Feststellung, dass er vermisst wird, wurde eine intensive Suche mit Hubschraubern und Suchschiffen eingeleitet. Die Suche dauert auch 24 Stunden später an.

Daniel Küblböck wurde Dritter bei „DSDS“ 2003

Daniel Dominik Kaiser-Küblböck, so sein bürgerlicher Name, wurde am 27. August 1985 im bayrischen Hutthurm geboren. 2002 und 2003 nahm er an der 1. Staffel von Dieter Bohlens Castingshowformat „Deutschland sucht den Superstar“ teil und erreichte den 3. Platz. Danach wurde er zur Werbefigur, veröffentlichte sein erstes Album POSITIVE ENERGIE, eine Autobiografie und gab Konzerte. 2003 gewann der den silbernen „Bravo“-Otto als zweitbester Nachwuchskünstler des Jahres. 2004 wurde er Kandidat in der ersten Staffel der als Dschungelcamp bekannten Show „Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“. Er versuchte sich als Schauspieler, an mehreren Imagewechseln, brachte ein Comic von sich als Superheld heraus, zog 2005 ins „Big Brother“-Haus ein. Er bewarb sich 2014 um eine ESC-Teilnahme und nahm 2015 an der Tanzsendung „Let’s Dance“ teil.

Daniel Küblböck veröffentlichte neben diversen Singles und Livealben bisher sechs Studioalben in so verschiedenen Stilrichtungen wie Country, Chansons, Jazz und eben Pop. Das erste und mit Abstand erfolgreichste, UNITED, nahm er gemeinsam mit den „DSDS“-Allstars auf, es verkaufte sich über 1,5-Millionen Male. Die aktuellste Platte erschien 2012 und und stieg wie seine zwei Vorgänger nicht in die deutschen Charts ein.

Seit 2017 lautet sein Künstlername Daniel Kaiser-Küblböck. Er absolviert gerade eine Schauspielausbildung am Europäischen Theaterinstitut in Berlin. Auf seiner Facebookseite veröffentlichte Kaiser-Küblböck im August ein Posting, in dem er sich über dort angeblich vorgefallene Mobbingvorfälle ihm gegenüber äußerte. Der Post wurde wieder gelöscht.


Das Heft

Jetzt den Newsletter abonnieren!

Jede Woche neu: alle Nachrichten, Liveberichte, Gewinnspiele, Rezensionen, Videos, Charts, Listen und mehr!

und möchte, dass die Axel Springer Mediahouse Berlin GmbH mir Newsletter mit Produktangeboten und/oder Medienangebote per E-Mail zuschickt. Meine Einwilligung kann ich jederzeit .

Bitte lies dazu unsere Datenschutzhinweise
Daniel Küblböck wird noch immer vermisst
Weiterlesen