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Interview

Ducks on Drugs (Ex-Schnipo-Schranke) im Interview: „Die ‚Lindenstraße‘ ist auch eine Form von Punk“

Eine Band, die mich im auslaufenden Jahrzehnt unglaublich begeistert hat, waren Schnipo Schranke. Ob mit „Pisse“ oder „Cluburlaub in der Karibik“, diese zwei Frauen haben die festgefahrenen hiesigen Pop-Verhältnisse auf lustige wie smarte Art übertölpelt. Irgendwann nach der zweiten Platte wird es abrupt still, die Kolumne, die Fritzi Ernst und Daniela Reis im Musikexpress pflegten, endet kommentarlos. Nun erscheint die erste Single von Ducks On Drugs – dem Act, den Daniela zusammen mit ihrem Mann, dem Schnipo-Schlagzeuger Ente, ganz neu aufgestellt hat. Das Stück heißt „Endzeit“. Grund genug zur Nachfrage: Was war und ist da los?

Schnipo Schranke sind Geschichte. Was zur Hölle ist passiert bei euch?

DANIELA REIS: Es ist ziemlich genau ein Jahr her, da haben Fritzi und ich uns gestritten. Es gab zwischen uns viel größere Differenzen, als das von außen vermutlich aussah. Wir hatten das aber nie berührt, auch aus der Angst, dass damit vielleicht alles vorbei sein könnte. Und so ist es dann auch gekommen, es ist uns alles um die Ohren geflogen – und für mich war der Bruch dann einfach irreparabel.

Aber in einer Band, das dürfte doch jedem klar sein, zofft man sich über alles Mögliche. Was kann denn da so existenziell gewesen sein?

DANIELA: Ich kann nur sagen, dass wir es uns wirklich auf die Fahnen geschrieben hatten, nie über die Probleme, die wir miteinander haben, reden wollen.

Bin kein Psychologe, aber das klingt jetzt nicht nach einer sonderlich ausgereiften Idee.

DANIELA: Ja, das stimmt wohl. Aber wir haben uns auf diesen verrückten Deal eingelassen und dann hat sich alles gesammelt bis zum Crash.

Ist der Auslöser in irgendeiner Form eure Beziehung gewesen? Immerhin haben Daniela und Fritzi als Duo angefangen – und von der zweiten Platte an waren Schnipo Schranke dann ein Ehepaar und Fritzi.



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