Evan Rachel Wood teilt auf Twitter gegen die Oscar-Academy aus

Schauspielerin Evan Rachel Wood hat auf Twitter zum Rundumschlag gegen die renommierte „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ ausgeholt, die für die alljährliche Verleihung der Academy Awards aka Oscars verantwortlich ist.

„Wer freut sich noch darauf, dabei zuzusehen, wie mal wieder dieselben zwölf Personen für die Oscars nominiert werden“, begann die „Westworld“-Schauspielerin ironisch ihren leidenschaftlichen Rant. „Sind sie wieder alle weiß?“, fragte daraufhin einer ihrer Follower. „Nein, aber ich bin mir sicher, die Regisseure werden wieder alle Männer sein“, entgegnete Wood.

Auf keinen Fall wolle sie die Academy an sich oder die nominierten Filme diskreditieren, erklärte die Schauspielerin im Folgenden. Das eigentliche Problem bestehe darin, dass Rollen fast ausschließlich an jene Schauspieler vergeben würden, die den verantwortlichen Filmemachern entsprechende Finanzspritzen garantierten. Damit werde der Nominierten-Pool „sehr schnell sehr klein.“

Ähnlich verhalte es sich mit weiblichen Regisseurinnen. Diese befänden sich schon allein dadurch im Nachteil, dass kaum jemand ihre Filme finanzieren wolle.

„Lasst uns einfach davon ausgehen, dass ich jetzt erst recht niemals für einen Academy Award nominiert werde“, beendete die 32-Jährige den von ihr begonnenen Diskurs schließlich.

Wood, die bereits im zarten Alter von 16 Jahren durch ihre Hauptrolle in dem kontrovers diskutierten Teeniedrama „Dreizehn“ Aufmerksamkeit erregte, ist bekannt für ihre offenen Kritik am Patriarchat. Zuletzt kritisierte die Schauspielerin die fiktive „Stranger Things“-Figur Jim Hopper (gespielt von David Harbour) für dessen „toxisches Verhalten“.

„Ja, mir ist bewusst, dass es sich hierbei ‚nur um eine Show‘ handelt und dass diese ‚in den 80ern‘ spielt. Auch wenn sein Verhalten bereits zu dieser Zeit inakzeptabel gewesen wäre“, differenzierte die Schauspielerin zu einem späteren Zeitpunkt. „Aber genau das ist der Punkt“, setzte sie ihre Kritik fort, „es ist eine Serie, die uns daran erinnert, solch ein beschissenes Verhalten im realen Leben nicht einfach hinzunehmen.“


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