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Fiona Apple gibt rares TV-Interview und redet über „The Fall“, unangenehme Momente und ihr neuestes Tattoo

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Acht Jahre lang musste amn auf eine neue Veröffentlichung hoffen, doch das Warten hat sich gelohnt: Fiona Apples jüngst erschienene Platte FETCH THE BOLT CUTTERS begeistert sowohl Fans als auch Kritiker*innen. Fiona Apple ist jedoch nicht nur dafür bekannt, sehr viel Zeit zwischen Alben verstreichen zu lassen, sondern sich auch eher selten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nun hat die Künstlerin ausnahmsweise mal dem US-amerikanischen Politmagazin „Democracy Now!“ ein Interview gegeben.

Das Interview beginnt mit der Frage, ob Apple erwartet habe, solch einstimmig positive Rückmeldungen auf ihre neue Musik zu bekommen. Die Musikerin antwortet daraufhin, dass ihr das ganze Lob etwas unangenehm sei: „Ich bin einfach so, so glücklich, dass es so aussieht, als würde das Album tatsächlich das tun, was jeder Künstler von seiner Kunst erwarten würde, […] nämlich den Menschen dabei zu helfen, sich frei zu fühlen.“ Der Albumtitel FETCH THE BOLT CUTTERS sei ihr außerdem beim Fernsehengucken gekommen, erzählt Apple weiter. In der Serie „The Fall – Tod in Belfast“ habe Schauspielerin Gillian Anderson in ihrer Rolle versucht, ein gefangenes Mädchen aus einem abgeschlossenen Kabuff zu befreien – doch anstatt auf Hilfe zu warten, habe sie bloß „Fetch the Boltcutters!“ (deutsch: „Holt den Bolzenschneider!“) gerufen. „Ich sprang von der Couch auf und wusste direkt: Das ist der Titel meines neuen Albums!“, so die Sängerin.

Das Gespräch bietet viele Einblicke in die Gedanken von Fiona Apple – angefangen mit dem Grund, warum sie die Platte früher als geplant veröffentlicht hat, bis hin zu der Geschichte ihres neuesten Tattoos. Sie verriet auch, warum die Credits des Albums mit der Aussage enden, dass FETCH THE BOLT CUTTERS „auf ungezäunten Tongva-, Mescalero-Apache- und Suma-Territorien“ aufgenommen wurde – ein Satz, der auf das von Indigenen geführte Kollektiv „Seeding Sovereignty“ hinweist. Zu der Organisation sagt Fiona Apple: „Die Menschen denken nicht jeden Tag darüber nach – und das sollten sie – dass wir nicht auf Land leben, das uns zugesprochen wurde.“

Schaut Euch das komplette Interview hier an:


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