Frusciante ohne die Red Hot Chili Peppers: „Tief ins Okkulte abgedriftet“


Gitarrist John Frusciante spricht über sein Ausscheiden bei den Red Hot Chili Peppers, und wie der Wiedereinstieg in die Band gelang.

Das im April erscheinende Album UNLIMITED LOVE der Red Hot Chili Peppers entstand wieder unter der Mitarbeit von Gitarrist John Frusciante, der die Band 2009 zum zweiten Mal verließ. Nun erklärt er, warum er die Flucht ergriff und gibt zu, er sei damals „tief ins Okkulte“ abgedriftet.

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Frusciante: „Psychisch aus dem Gleichgewicht“

„Ich kam psychisch ziemlich aus dem Gleichgewicht durch die letzten Jahre, die wir tourten“ erzählt er. „Währenddessen geriet ich immer tiefer in den Okkultismus, was meine Art war, dem Tour-Mindset zu entkommen“. Zudem gesteht er sich seinen Zustand ein: „Ich war ein unausgeglichenes Durcheinander“.

Trotz seines Ausscheidens dachten Bassist Flea und Sänger Anthony Kiedis beim Schreiben des neuen Albums an Frusciante. Kiedis erinnert sich, er habe ohne eine konkreten Antrieb und eher „umwegig“ an UNLIMITED LOVE geschrieben und den Einfall gehabt: „Es wäre schön, John bei diesem Prozess dabei zu haben“. Obwohl es lang her gewesen sei, so Kiedis, wäre der Gitarrist gerade dabei gewesen sich wieder in den alten Kreisen zu bewegen, nachdem er lange Zeit in anderen Kreisen unterwegs gewesen wäre.

Frusciantes erster Gedanke zur Wiedervereinigung der Band sei gewesen: „Ich hatte so lang keine Rockmusik mehr geschrieben. Könnte ich das überhaupt noch?“ Kiedis berichtet, er könne – und erzählt außerdem beim„NME“ vom Tausch des vorherigen Gitarristen Klinghoffer zurück zu Frusciante: Klinghoffer „war nicht nur ein großartiger Musiker, er war auch ein wohlüberlegter und unterstützender Team-Player“, doch „künstlerisch“ sei es einfacher gewesen mit Frusciante zu arbeiten, da sie „musikalisch die gleiche Sprache sprechen“.

Die aktuelle Single „Poster Child“ zeigt die harmonische Zusammenarbeit der wieder vereinten Band. Im Sommer kommen die Musiker für zwei Konzerte nach Deutschland.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++