„Full Metal Jacket“-Legende R. Lee Ermey ist tot

Als Gunnery Sgt. Hartman wurde er in Stanley Kubrucks „Full Metal Jacket“ weltberühmt. Mehr als eine Generation von Filmfans erinnert sich noch heute zu gut daran, wie R. Lee Ermey die Rekruten auf den Einsatz im Vietman-Krieg vorbereitete – mit grober Sprache und menschenverachtenden Psychospielchen. 1987 spielte er „Gunny“ Hartman, die Rolle brachte ihm eine Nominierung bei den Golden Globes ein. Nun ist R. Lee Ermey im Alter von 74 Jahren gestorben.

Bill Rogin, Manager des verstorbenen Schauspielers, teilte die Nachricht am Montagmorgen (deutscher Zeit) via Twitter mit. Der Schauspieler sei überraschend an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben:

R. Lee Ermey war auch nach „Full Metal Jacket“ oft auf die Rolle des knallharten Soldaten abonniert, zum Beispiel auch als Sprecher bei „Toy Story“. Der Hintergrund: Vor seiner Schauspielkarriere diente er auch im realen Leben lange bei der US-Army, war Teil des Marine Corps, war 14 Monate lang in Vietnam und erledigte Einsätze in Japan.

Soldat im Leben, Soldat im Film

Der 1944 in Kansas geborene Ermey war laut eigenen Aussagen ein schwieriger Jugendlicher, landete mehrfach vor Gericht. Ein Richter stellte ihn irgendwann vor eine Wahl: „Geh zum Militär oder du wirst irgendwann weggesperrt.“ Also startete Ermey seine 11-jährige Laufbahn bei der Army, danach nahm er Schauspielunterricht und ergatterte eine Mini-Rolle in „Apocalypse Now“, wo er eine Hubschrauberpiloten mimte. Ein kleiner Anfang, aber immerhin in einem der besten Filme aller Zeiten.

Kurz darauf kam seine Paraderolle in „Full Metal Jacket“, gefolgt von einer Karriere voller Nebenrollen und Voice-Acting-Jobs, auch für Computerspiele und Comic-Serien. Neben „Full Metal Jacket“ ist er vor allem noch durch seinen Auftritt in Peter Jacksons „The Frighteners“ bekannt – dort spielt er einen Geist, der stark an Sgt. Hartman erinnert.

Ermeys berühmteste Szene könnt Ihr Euch hier noch einmal anschauen:


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