„Game of Thrones“: Lässt George R.R. Martin Hodor überleben?

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Für eine Serie, die sich nie davor scheute, geliebte Charaktere sterben zu lassen, ist der Tod des treuen Riesen der Familie Stark, Hodor, eines der emotionalsten Schicksale in HBOs „Game of Thrones“.

In einer denkwürdigen Episode der sechsten Staffel opfert sich Hodor, um Bran Stark das Leben zu retten, während Bran und Meera vor dem Nachtkönig und seiner Armee untoter weißer Wanderer fliehen. Durch eine Reise in die Vergangenheit erfahren die Zuschauer*innen dann, dass Hodors Name von der Aufforderung „halte die Tür“ stammt (Englisch: „Hold the door“), die eigentlich Brans letzte Worte an Hodor aus der Gegenwart sind. Dieser Schlüsselmoment hat sowohl Fans der Bücher als auch der Serie schockiert, denn bis dato wusste niemand warum er Hodor heißt, und das auch alles ist, was der gutmütige Riese an Vokabular beherrscht.

In James Hibberds neuen Buch „Fire cannot kill a Dragon: Game of Thrones and the Official Untold Story of the Epic Series“, das die Storys hinter den Kulissen der Entstehung der Erfolgsserie erzählt, enthüllt Autor George R. R. Martin jedoch, dass Hodor in einem der letzten beiden Bücher ein anderes Schicksal haben wird.

„Ich finde, sie haben es sehr gut ausgeführt, aber es wird Unterschiede im Buch geben“, sagt Martin. Und weiter: „Sie haben es sehr physisch gemacht – mit Hodors Kraft die Tür halten. In dem Buch hat Hodor eines der alten Schwerter aus der Krypta gestohlen. Bran hat sich in Hodor eingeschlichen und mit seinem Körper geübt, weil Bran im Schwertskampf geschult worden war. Hodor zu sagen, er solle die Tür halten, ist eher so, als würde er diesen Durchgang halten – ihn verteidigen, wenn Feinde kommen – und Hodor kämpft und tötet sie. Ein bisschen anders, aber die gleiche Idee.“

Während Martin zwar andeutet, dass Hodor sich letztendlich wie in der Show selbst opfern wird, sagt er nicht ausdrücklich, dass Hodor stirbt. In gewisser Weise hält Martin die Tür offen, um ein anderes Ende zu erreichen. Ganz zu schweigen davon, dass der Autor bei „The Winds of Winter“, dem nächsten Buch der Reihe, allseits bekannt im Rückstand ist und niemand weiß, wie viele Jahre er brauchen wird, um den letzten Teil, „A Dream of Spring“, zu schreiben. Das ist eine Menge Zeit, in der Handlungsstränge sich ändern und sanfte Riesen vom Tod verschont bleiben können.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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