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„Game of Thrones“-Leak: Die komplette (!) Story der 7. Staffel steht schon seit 2016 im Netz

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Nur noch wenige Tage, dann ist die turbulente siebte Staffel der HBO-Serie „Game of Thrones“ vorbei. „The Dragon and the Wolf“ wird die vorerst letzte Episode heißen, satte 81 Minuten wird sie dauern. Und HBO hofft, dass die Episode nicht schon vor der geplanten Ausstrahlung am Sonntag (US) und Montag (Deutschland) im Internet auftauchen wird.

Denn bisher war die siebte Staffel von einigen Pannen geplagt. Die vierte und die sechste Episode (die spektakulärsten der Staffel) landeten vor der geplanten Premiere im Netz. Jeweils eine Produktionsfirma aus Indien und HBO selbst waren schuld. Dazu haben Hacker aus den USA Unmengen an Material von HBO gestohlen und drohen mit der Veröffentlichung der letzten Folge – allerdings scheinen sie letztendlich nicht im Besitz von „The Dragon and the Wolf“ zu sein, gut so. Was bei den Leaks der zwei Episoden allerdings übersehen wird: Die größte Panne passierte den „Game of Thrones“-Machern schon 2016, denn seitdem steht die gesamte Handlung der 7. Staffel im Netz (wir berichteten).

Ein Tweet als Indiz für die Echtheit der Informationen

Bereits im Oktober geisterten Meldungen durchs Netz darüber, dass ein Insider vom Set die gesamte, also wirklich die gesamte Handlung der siebten Staffel weitergegeben habe. Damals waren Fans und Branchenseiten unsicher, ob der Leak tatsächlich der Wahrheit entsprechen könnte. Ein Indiz war damals ein Tweet der Missandei-Darstellerin Nathalie Emmanuel, die sich über den Leak beschwerte:

Weitere Darsteller beschwerten sich nicht über den Leak, auch die Produzenten und der Sender HBO blieben ruhig. Mit etwas Abstand war dies besonders clever, denn jedes Wort in dem Leak stimmte mit den nun gezeigten Episoden überein. Wir haben den damals angeblichen und mittlerweile konkreten Leak noch einmal überprüft und festgestellt, dass alle wichtigen Knackpunkte der siebten Staffel erwähnt wurden. Die Geschwister-Konflikte in Winterfell, die Schlacht nördlich der Mauer, der tote Drache – irgendjemand im Dunstkreis der Produktion hat tatsächlich alles ausgeplappert.

Rückkehr zum Papier

Ein Ratschlag an dieser Stelle: Sucht nicht nach den Informationen des Leaks, sonst versaut Ihr Euch große Teile der vorerst letzten Folge von „Game of Thrones“, so wie es viele andere, die damals via reddit auf die Inhaltsbeschreibung gekommen sind. HBO wird hoffentlich noch schärfere Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um den Fans und sich selbst nicht die finale Staffel zu ruinieren. Denn nicht nur Hacker und Datendiebstahl scheinen ein Problem zu sein, sondern auch Vertraute der Produktion, denen die Drehbücher in die Hände kommen.



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