Homophobe Kommentare: DaBaby macht sich über seine Kritiker*innen lustig

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Es ist fast so als suche DaBaby den Skandal. Statt nach dem einen zu warten und Gras darüber wachsen lassen, stolpert er in den nächsten – und verliert dadurch nicht nur Freunde und Fans.

Nach dem umstrittenen Auftritt auf dem „Rolling Loud Festival“ vor einem Monat, bei dem der Rapper homophobe Kommentare abließ, durfte DaBaby nun auf dem „Hot 97 – Summer Jam Festival“ wieder auf die Bühne. Anstatt einen gewöhnlichen, versuchsweise skandalarmen Auftritt hinzulegen, entschied sich der Rapper aber dazu, Stellung zur an ihm geäußerten Kritik zu beziehen.

Zunächst begann alles relativ harmlos: Es wurde ein vorher aufgezeichnetes Video gezeigt, in dem sich DaBaby bei dem Veranstalter des Summer Jams dafür bedankt, an diesem Abend spielen zu können. Im Hintergrund klang leise der Beat zu „Rockstar“.

„Sie [Hot 97 FM] haben meine Aufrichtigkeit und alle meine Entschuldigungen akzeptiert, als ich sagte, dass ich live auf dieser Bühne vor einigen Wochen niemals irgendjemanden angreifen wollte oder etwas sagen wollte, das jemanden auf eine bestimmte Art und Weise fühlen lässt. Hot 97 war außerdem bereit, das Risiko in Kauf zu nehmen und hat es mir allen Widrigkeiten zum Trotz […] erlaubt, auf diese Bühne zu kommen.“

„Heulsusen“

Danach beginnt der Beat von vorne und DaBaby performt den Song. Es sind nur wenige Minuten bis er den Track „Cry Baby“ anteast und sagt: „Mal abgesehen von den Leuten, die, ihr wisst schon, wirklich verletzt wurden, habe ich das Gefühl, dass der Rest von euch Motherf*****n einfach Heulsusen sind.“ Cry Babys, was übersetzt so viel wie „Heulsusen“ bedeutet genannt, sind seine Kritiker, meint der Rapper. Damit entkräftet er so ziemlich alle vorher geäußerten „Entschuldigungen“ an die LGBTQIA+ Community.

DaBabys „Entschuldigungen“

Alle Entschuldigungen von DaBaby suggerierten gleichzeitig seine Abneigung gegenüber der Community. So beendete er einen Tweet nach dem „Rolling Loud Festival“ mit den Worten: „Aber die LGBT-Gemeinschaft… Ich will euch nicht verarschen. Eure Angelegenheiten sind eure Angelegenheiten.“ Auch in seiner Instagram-Story wurde es nicht besser: „Alle Handys gingen nach oben – egal, ob schwul oder hetero. Und wisst ihr warum? Weil sogar meine schwulen Fans kein verdammtes AIDS haben.“

Bisher wandten sich unzählige Fans, Freunde und Bekannte von ihm ab. Dua Lipa, Elton John, Demi Lovato und Madonna sind einige von ihnen, die öffentlich dazu auch Aufklärungsarbeit leisten. Die Modemarke „BoohooMan“ und das Festival Lollapalooza ließen ihn ebenfalls nach den homophoben Aussagen links liegen. Als Nächstes soll DaBaby auf dem Festival Boosie Bash auftreten. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Veranstalter doch noch umentscheiden den offenbar homophoben Rapper auftreten zu lassen.


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