Iggy and the Stooges – „Search And Destroy“

David Bowies low-budget-Endmix des Raw Power-Albums ist schuld daran, dass das Hochgeschwindigkeitsriff von „Search And Destroy“ vom „normalen“ Rock’n’Roll zum (Proto-)Punk erhoben wird. Die Pegelspitzen klingen immer leicht verzerrt, die Regler scheinen immer ein bisschen zu weit nach oben geschoben worden zu sein. Das stand zwar im Widerspruch zur zeitgenössischen Aufnahmetechnik, die sich gerade zur Perfektion aufschwang, wurde aber zur produktionstechnischen Blaupause für die Brit-Punks drei Jahre später. Auf dem stumpfen, aber effektvollen Rhythmusteppich spuckt James Williamsons Gitarre immer wieder ein paar grelle Kurzsoli aus. Mehr Punk ging nicht vor Punk.

Wo? RAW POWER (1973)

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.