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Tourtagebuch

„Heute wird gedavidlyncht!“: Itaca haben auf ihrer US-Tour Tagebuch für uns geführt

Wir sind Itaca, eine Band aus Berlin. Meist erklären wir relativ viel herum um den heißen Brei (unsere Musik), weil wir keine italienischen Familien, dafür aber italienische Lyrics haben. Hier jedoch stellt erst einmal niemand komplizierte Fragen. Wir sitzen irgendwo in Kalifornien vor zwei dicken Pancakes und doppelten Amischnäpsen (Maple Sirup) und warten darauf, dass unsere erste US-Tour losgeht. Wir haben Schlafsäcke dabei und einen Laptop. Wir haben nichts geplant und kennen die Leute kaum, die uns ein paar Konzerte organisiert haben und gleich mit uns die Westküste hochdüsen wollen. 

Wie wird man auf uns reagieren? Ob US-Amerikaner überhaupt Musik hören, die keine englischen Lyrics hat? Ob hier überhaupt auffällt, dass wir keine Italiener sind? Das wäre zu schön. Und wie reagiere ich, wenn einer mit „MAGA“-Käppi vor unserer Bühne steht?  

Eine Stunde später, am Freeway 101, Höhe Santa Rosa, hält ein weißer Mercedes-Sprinter vor unserer Nase. Hintendran ein Wohnwagen. Schiebetür auf, wir rein. Drinnen: Jimmy Turturici, Italo-Amerikaner, verdient sein Geld damit, für Superreiche in L. A. Marmorbadewannen zu polieren. In seiner Freizeit sitzt der passionierte Trekkie in seinem Apartment mit Blick auf den Pazifik vor einer großen Leinwand, auf die NASA-Videos projiziert werden und programmiert dazu auf seinen Synthesizern die sanfteste Musik der gesamten Westküste. Ich hatte ihn auf seinem Konzert in Berlin getroffen. Er meinte: „Wenn ihr in die USA kommt, mach ich euch was klar!“  

Da sind wir, eigentlich im Urlaub, aber wieso nicht ein paar Konzerte einstreuen? Er hat zwei Freunde dabei, Eric und Lillie Lemon. Ein Paar irgendwie wie wir, Synthie-Pop aus Monterey. Irgendwie aber auch nicht, sie sehen aus wie die Schurken bei „Batman“, und das ist ihr Bus. Wir sind Fremde, aber sie bitten uns umgehend herein. Sie haben die Konzerte organisiert und die DMX-Adressen ihrer Lichtshow zugesendet, damit wir uns einfach andocken können. Außerdem wissen sie, wie man auf diesem Kontinent tourt, waren zuletzt sechs Monate am Stück unterwegs. „Wow, thanks a lot!“ Kein großes Kennenlernen, wir müssen los. Wir wollen nach Portland, aber in der Bay Area steht erst einmal ein Nachmittagskonzert an. Ein was … ? 

Hayward – The Bistro 

Das „Bistro“ von Hayward – verspricht im Namen nicht zu viel und hat sogar 30 Zentimeter hoch eine Bühne.
Das „Bistro“ von Hayward – verspricht im Namen nicht zu viel und hat sogar eine 30 Zentimeter hohe Bühne.



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