Jalil und Roger Rekless: „Ich kann nicht atmen“ und „Wie Black“ als Zeichen gegen Rassismus

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Am Dienstag veranstaltete „Alles Gold“ den Livestream „LASS MICH ATMEN“, um George Floyd zu gedenken, dessen Ermordung am 25. Mai genau ein Jahr zurücklag. Im Rahmen dessen wurden mehrere Schwarze Künstler*innen eingeladen, um über wichtige politische Themen zu diskutieren und Songs zu performen. Mit dabei waren auch Jalil und Roger Rekless, die jeweils einen Song beisteuerten. Diese sind nun auch auf Streaming-Plattformen veröffentlicht worden.

Jalil greift George Floyds Geschichte auf

Im Mai vergangenen Jahres wurde George Floyd Opfer von Polizeigewalt – er verstarb wegen brutalen Vorgehens während der Festnahme. Nun leiht Jalil ihm seine Stimme und fasst in seiner neuen Single „Ich kann nicht atmen“ den Tathergang zusammen. Dabei hebt er auch den systematischen Rassismus gegen die Schwarze Community hervor und erzeugt mit seinen Lyrics Gänsehaut. Auf der nun veröffentlichten Single ist auch Eli Preiss zu hören, die bei der performten Version am Dienstag nicht dabei war.

Ich kann nicht atmen

(I can’t breathe, I can’t breathe, Mama)

Mama, ich kann nicht atmen

Ich kann nicht atmen

Mama, ich kann nicht atmen

(I can’t breathe)

Ein Detail ist dabei besonders berührend: Der Berliner Rapper lässt auch Floyd selbst zu Wort kommen. So hört man sowohl im Intro des Songs als auch in der Hook das Flehen nach Luft, welches man auch in den Aufnahmen der Festnahme vernehmen konnte. Dabei spricht der 34-jährige Jalil auch die Problematik und den Rassismus an, den die Schwarze Community systembedingt erleiden müssen.

Roger Rekless motiviert dazu, stolz zu sein

Auch der Münchner Roger Rekless war zu Gast im „LASS MICH ATMEN“-Livestream und veröffentlichte heute (28.05.) seine dort performte Single „Wie Black“. Darin ruft der Rapper dazu auf, stolz auf seine Hautfarbe und persönliche Geschichte zu sein. Zudem erinnert der 39-Jährige daran, wie wunderschön und wichtig die Schwarze Community ist. Zur Single schrieb Roger Rekless auf seinem Instagram-Account:

Dieser Release ist für mich wie eine Manifestation meiner schwarzen Identität. Ich habe im letzten Jahr mehr Austausch mit Leuten aus unserer Community gehabt als je zuvor. Ich habe uns auch in unserer wunderbaren Vielfalt gesehen und konnte zum ersten Mal in mich hineinfühlen und spüren, wer ich bin. Und das hab ich versucht musikalisch und visuell festzuhalten.

 

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Aufgrund seiner Hautfarbe machte der Rapper schon früh Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen. Er schildert unter anderem das Gefühl, durch die „Black Lives Matter“-Bewegung noch mal mehr erkannt zu haben, wie schön und wichtig die Schwarze Community für die Gesellschaft ist. Dies beschreibt der Rapper in „Wie Black“ meisterlich und versprüht dabei Stolz und Inspiration.


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