Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

Musikexpress exklusive Kraftwerk Vinyl in Ausgabe 04-19

Jesse Hughes entschuldigt sich dafür, ein Arschloch zu sein

Jesse Hughes, seines Zeichens Sänger der Eagles Of Death Metal, Überlebender des Anschlags auf den Pariser Club „Le Bataclan“ und selbst Waffennarr, hatte in der vergangenen Woche wiederholt sehr eindrucksvoll bewiesen, dass er ein empathieloser Idiot ist. Als Reaktion auf die „March For Our Lives“-Proteste, bei denen Hunderttausende in den USA und weltweit gegen Waffenbesitz und -Lobbyismus demonstrierten, holte er via Instagram zum Rundumschlag aus: Erst postete er ein Comic-Bild, in dem die Weggabe persönlicher Waffen gegen Waffenmissbrauch damit verglichen wird, dass es auch nicht helfe, sich den eigenen Penis abzuschneiden, um Vergewaltigungen zu verhindern. Dann teilte er eine Fotomontage, in der die Schülerin Emma Gonzalez, die beim Amoklauf an einer Highschool in Florida 17 Mitschüler verlor, die us-amerikanische Konstitution zerreißt. Dazu beleidigte Hughes sie aufs Schärfste – Gonzalez sei unter anderem eine Hochverräterin und sehr dumm.

Der Gegenwind blieb nicht aus: Hughes‘ Hass fand zwar Anklang innerhalb der NRA und ihren Anhängern. Außerhalb dieser Gruppen machte sich Hughes aber keine Freunde. Sogar sein langjähriger Kumpel und Musikerkollege Mark Lanegan distanzierte sich öffentlich von Hughes: „When I think of the good times we’ve had in the past, it fucks my heart to see how far off the rails you’ve gone. Come back bro.”, twitterte er.

Jesse Hughes bittet um Vergebung für seine Beleidigungen

Am Samstag dann postete Jesse Hughes ein Video auf Instagram, in dem sich um Schadensbegrenzung bemüht: Angeblich wollte er lediglich ein Statement “about the hijacking by any side of the aisle of the beautiful agenda of a movement of our nation’s youth“ geben, leider aber sei es als “a mean-spirited and personal attack and slight of the youth themselves” angekommen. Weiter sagte er: „I wanna be clear, I never intended for that to happen. I was not attempting to impugn the youth of America and this beautiful thing that they accomplished. I truly am sorry, I did not mean to hurt anyone or cause any harm.”

Kooperation

In seinen vorausgegangenen Beleidigungen nutzte Jesse Hughes die Tatsache, dass er selbst einen Terroranschlag überlebte, für seine „Argumentation“. Er glaubte wegen seiner Erfahrung zu wissen, dass Proteste gegen Waffen und die Waffenlobby einer Beleidigung der Toten gliche. Nun unterstützt er mit dem gleichen Argument seine Entschuldigung: „As someone who’s watched their friends shot in front of their eyes and seen people killed that they love, I should have handled this a lot more maturely and responsibly, and I did not do that and I messed up. And I hope that you’re able to forgive me but please know that I did not mean to do what it seems like it was I was doing.”

View this post on Instagram

A post shared by Jesse Hughes (@fatherbadass) on


Rekord auf Instagram: Dieses Ei ist jetzt ein Superstar
Weiterlesen