ME 08/22

Jubiläum: Diese Alben haben unser Leben verändert – so feiern wir die 800. Ausgabe MUSIKEXPRESS

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Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

EINFACH MAL 800

Wir schreiben den Januar 1956, das Kriegsende liegt weit näher als die Wiedervereinigung, Konrad Adenauer ist Bundeskanzler (West), Wilhelm Pieck Regierungschef der DDR. Ziemlicher Geschichtsbuch-Flavour, was? Aber schaut man auf die Geburtstage in jenem Monat, werden diese Zeilen sofort bunter: Inga Humpe, Bernard Sumner, Peter Schilling, Paul Young – und John Lydon später bekannt als Johnny Rotten von den Sex Pistols. In diesem Monat ebenfalls aus der Taufe gehoben wird … euer bescheidener Musikexpress. Und zwar im schönen Den Haag! Ja, wir können es nicht leugnen, friends, wir sind gebürtige Holländer. Erst mit dem Jahre 1969 erscheint unser Magazin auch aus Deutschland.

Seit Monaten blicken wir nun schon einer unglaublichen Jubiläumsnummer entgegen. Wir werden 800, gute Güte! Ständig kursieren Mails mit dieser Zahl im Titel. Der Inhalt ist meist ähnlich: Welcher Star und/oder ME-Darling schon eine Grußbotschaft für das besondere Heft telegrafiert hat – und bei welchem man noch mal Sturm klingeln sollte. Jetzt aber ist es geschafft. Wir legen die Acht mit den zwei Nullen vertrauensvoll in Eure Hände – und sagen Danke fürs Mitfiebern, Mitfreuen, Mitlesen. Oder um es in der Sprache unserer Ahnen zu formulieren: Wij houden van u.

Der Musikexpress 08/2022 – die Themen der 800. Ausgabe im Überblick:

Diese Alben haben unser Leben verändert

Seit der ersten deutschsprachigen Ausgabe des Musikexpress, seit Juli 1969 also und somit seit 799 Heften, versuchen wir Popmusik und die damit einhergehende Kultur zu verstehen und weiterzugeben. Wir analysieren, wir kontextualisieren, wir rezensieren, wir philosophieren, manchmal schwadronieren wir auch und sollten uns dann lieber verdünnisieren.

Zum Jubiläum mit unserer 800. Ausgabe wollen wir’s mal anders machen: Hier soll es darum gehen, was uns ursächlich an Musik führt. Und das ist trotz aller Hirnerei zunächst das Herz – oder der Bauch, wenn einem der Bass in die Eingeweide fährt und uns zum Tanzen bringt, ohne dass wir wissen, wer diesen Song geschrieben, wer ihn geremixt hat und in welchem Jahr er auf welchem Label erschienen ist. Wir schreiben also über Gefühle und die werden so groß geschrieben, dass wir ihnen fast das ganze Heft widmen.

Wo ihr sonst Hintergrundberichte zu neuen Acts, Platten, Szenen und Trends findet, schütten uns auf diesen Seiten 40 unserer Kernautor*innen sowie 40 Musiker*innen ihre Herzen aus und schreiben über Alben, die ihr Leben verändert haben. Die sie berührt und beseelt haben. Die ihnen eine Welt eröffnet haben. Nach denen nichts mehr war wie davor. Tauchen wir also ein in lebenslange Lieben, unverzeihliche Jugendsünden und vor allem viele, viele persönliche Anekdoten. Denn neben allem Nerdwissen, neben allem Checkertum, ist die Wahrnehmung von Musik doch in erster Linie subjektiv und muss das auch immer bleiben. So eint sie uns, lässt uns einander in die Arme fallen und ermöglicht natürlich auch herrliche Streits. Gelebte Popkultur. Mit den folgenden Momenten beginnt sie.

Mehr über unsere und aus unserer 800. Ausgabe erfahrt Ihr hier.

Butcher Billy

… heißt eigentlich Billy Mariano da Luz. Doch wie ein Metzger verwurstet der Mashup-Künstler aus Brasilien ungeniert Ikonen unserer Kultur miteinander. Indem er überraschende Bezüge von Pop zu Politik, von Videospielen zu Weltgeschichte, von Kino zu Kunst herstellt, lässt er uns lachen und grübeln. Er bringt uns dazu, vermeintlich Altbekanntes neu zu überdenken. Diese Seiten sind ein Parforceritt durch die Jahrzehnte, denen unsere Lieblingsalben entspringen.

Außerdem im Heft:

>>> zur Musikexpress-Playlist für alle!

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So sieht die 800. Ausgabe des MUSIKEXPRESS aus


800. ME-Ausgabe: Diese Alben haben unsere Leben verändert
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