Juju: „Ich bin frei und kann wieder Musik machen“

Jahre der Funkstille, ein belastender Vertrag – jetzt ist Juju wieder im Studio. Die Rapperin spricht offen über Kreativblockaden und macht Hoffnung auf neue Releases.

Nach Jahren der Funkstille könnte für die Berliner Rapperin Juju ein neues Kapitel beginnen. In einem Livestream erklärte die Künstlerin, dass sie sich aus einem belastenden Vertragsverhältnis befreien konnte und nun wieder aktiv an neuer Musik arbeitet.

Nach Vertragsstreit: Juju meldet sich aus dem Studio zurück

Lange war es still um Juju. Seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Bling Bling“ im Jahr 2019 warteten Fans vergeblich auf ein weiteres großes Release. Nun scheint die Pause ein Ende zu haben: In einem Livestream auf Social Media erklärte die Rapperin, dass sie sich aus einem sogenannten „Knebelvertrag“ lösen konnte und wieder frei Musik machen könne. „Ich bin auf jeden Fall frei und kann wieder Musik machen“, sagte sie.

Details zu dem früheren Vertragsverhältnis dürfe sie nach eigenen Angaben weiterhin nicht öffentlich machen. Dennoch ließ Juju durchblicken, dass die Situation sie in den vergangenen Jahren stark belastet und auch ihre Kreativität darunter gelitten habe. Rückblickend erklärte sie offen: „Ich kann nicht kreativ werden, wenn ich so gefickt werde.“

Neue Motivation nach schwierigen Jahren

Mit der geklärten Vertragssituation scheint auch ihre Motivation zurückgekehrt zu sein. „Ich habe meine Motivation und Kreativität wiederbekommen und bin natürlich dann auch ins Studio gegangen“, erklärte Juju im Stream. Demnach arbeitet sie aktuell mit neuen Produzent:innen an frischem Material, konkrete Namen nannte sie bislang jedoch nicht.

Inhaltlich könnten die kommenden Songs auch die vergangenen Jahre aufgreifen – eine Phase, in der sich die Rapperin durch ihre vertragliche Situation stark eingeschränkt fühlte. Zugleich machte sie ihren Fans Hoffnung auf baldige Releases und forderte sie auf, „die Augen offen zu halten“.

Bereits Ende 2025 hatte Juju öffentlich auf ihre Situation aufmerksam gemacht. In einer Instagram-Story bat sie ihre Community um Empfehlungen für einen Medienanwalt und sprach dabei offen von einem „Knebelvertrag“. Zudem kritisierte sie die Strukturen der Musikindustrie und erklärte, dass Künstler:innen immer wieder in problematische Vertragsverhältnisse geraten würden.

Möglicher Feature-Hinweis?

Im Livestream deutete Juju außerdem an, dass hinter den Problemen mit ihrem Vertrag vor allem Männer gestanden hätten. „Es waren natürlich auch, wie immer,  Männer“, kommentierte sie die Situation. Hier könnt ihr einen Ausschnitt des Livestreams sehen:

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Als im Chat ein Kommentar mit der Line „Sperrt die Männer weg“ auftauchte – eine Anspielung auf eine Zeile der Rapperin Ikkimel – reagierte Juju zustimmend und rief „Shoutout an Ikkimel“. Ob daraus möglicherweise sogar ein gemeinsamer Song entstehen könnte, ließ sie offen.

Rätsel um Kommentar von Aylo

Auch ein anderer Name tauchte im Umfeld des Livestreams auf. Juju betrieb zeitweise ihr eigenes Label VierVier Musik, dessen einziges Signing die Rapperin Aylo war.

Unter einer Fanaufnahme des Livestreams kommentierte Aylo auf TikTok lediglich „Knebelverträge“ – versehen mit einem Lach-Emoji. Wie genau dieser Kommentar gemeint ist, bleibt unklar. Für einige Fans wirkte es jedoch so, als würde sich die Rapperin über Juju lustig machen.