Kid Rock: 5.000 Dollar pro Ticket trotz eigener Preiskritik
Kid Rock verlangt für seine „Freedom 250"-Tour bis zu 5.000 Dollar pro Karte – obwohl er Ticketpreise zuvor scharf kritisierte. Alle Infos im Überblick.
Der Rock-Musiker Kid Rock trat Anfang Februar vor Anhänger:innen der „MAGA“-Bewegung in der „All American Halftime Show“ auf. Die Veranstaltung wurde von der rechts-konservativen Organisation Turning Point USA organisiert, die der Aktivist Charlie Kirk gegründet hatte, und war als Alternative zu Bad Bunnys Halbzeitshow beim 60. Super Bowl gedacht. Seitdem macht Kid Rock weiterhin Schlagzeilen: So wehrte er sich etwa gegen Lip-Syncing-Vorwürfe während seiner Show. Nun fällt er allerdings mit absurd hohen Ticketpreisen auf – obwohl er die Entwicklung von Konzerttickets und deren Preisen in der Vergangenheit noch kritisierte.
Tausende US-Dollar für Kid-Rock-Tickets
Der Sänger wird bald auf Tour gehen. Ab dem 1. Mai 2026 wird er auf verschiedenen Bühnen der USA zu sehen sein. Seine „Freedom 250“-Tour startet in Dallas und umfasst insgesamt neun Shows in Nordamerika. Wer den Musiker live erleben möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen, wie ein Blick bei Ticketmaster zeigt.
So verkauft Rock sogenannte „First Class Tickets“ für die erste Reihe zum Preis von ganzen 5.000 US-Dollar. Tickets für die zweite Reihe kosten 4.000 US-Dollar, das Ganze geht dann weiter mit 3.000 US-Dollar für die dritte, 2.000 für die vierte und 1.000 für die fünfte Reihe. Man könnte meinen, wer den stolzen Preis für ein solches Ticket zahlt, käme in den Genuss spezieller Vorteile für das Konzerterlebnis – dem ist aber nicht so.
Kid Rock ist allerdings auch für weniger Geld zu sehen: Tickets in den Sitzreihen kosten je nach Nähe zur Bühne zwischen 200 und 500 US-Dollar.
Ticket-Kritik vor dem Kongress
Die Ticketpreise dürften für alle Fans zumindest überraschend sein, da der Musiker früher in diesem Jahr vor dem Kongress Kritik an hohen Ticketpreisen äußerte und kleinen unabhängigen Veranstaltungsstätten den Rücken stärkte.
So sagte er zu Beginn seiner Rede: „Ich bin heute hier, weil ich Gott liebe, ich liebe dieses Land, ich liebe Live-Musik und Sport, und ich glaube, dass Musikfans und Künstler:innen viel zu lange vom Ticketingsystem benachteiligt worden sind.“
In der Folge nannte er Ticketmaster und Live Nation ein „Experiment, das kläglich gescheitert ist.“ Er fügte hinzu: „Unabhängige Veranstaltungsorte wurden zerstört. Künstler:innen haben an Einfluss verloren. Fans zahlen mehr denn je – und werden dafür kritisiert.“ Auf diese Worte lässt Kid Rock nun enorm hohe Ticketpreise folgen. Seine Glaubwürdigkeit lässt sich so zumindest infrage stellen.






