Kraftwerk im Walhalla des Rock’n’Roll

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Angekündigt war die Ehrung schon länger, jetzt ist sie vollzogen: Die Electro-Pioniere Kraftwerk wurden an diesem Wochenende in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Gemeinsam mit Carole King, Tina Turner, LL Cool J und den Foo Fighters zogen die Düsseldorfer als erste deutsche Band in den Ehrentempel am Eriesee ein.

Das Institut in Cleveland, zu dem auch ein Museum gehört, zeichnet seit 1986 die wichtigsten Persönlichkeiten des Rock’n’Roll aus. Es begann mit Elvis oder Buddy Holly, wobei mittlerweile alle Musikgenres berücksichtigt werden.

Laudator Pharell Williams wies in seiner Dankesrede darauf hin: „Die Rock & Roll Hall of Fame ist ein ganz besonderer Ort. Doch ich schlage vor, eine neue Abteilung zu schaffen, die Künstlern vorbehalten ist, die ihr Genre tatsächlich erfunden haben. Kraftwerk gehören dorthin. Elektronische Musik ist heute überall. Sie waren bahnbrechend und revolutionär. (…) Als Afrika Bambaataa in eine Kiste mit Schallplatten griff und Kraftwerk zur Basis seines „Planet Rock“ machte, hörten Millionen von HipHop-Fans auf der ganzen Welt, einschließlich mir, zum ersten Mal Kraftwerks fesselnde Beats und ihre außerirdischen Lyrics.“

In einem Video-Medley huldigten Kraftwerk zudem Martin Gore von Depeche Mode, James Murphy von LCD Soundsystem, Human-League-Sänger Philip Oakey sowie Rapper Darryl McDaniels von Run DMC.

Viel Prominenz auch bei den anderen Ehrungen: Taylor Swift hielt der legendären Singer/Songwriterin Carole King ein Ständchen mit „Will You Love Me Tomorrow?“. Während Paul McCartney die Aufnahme der Foo Fighters mit „Get Back“ von den Beatles intonierte. LL Cool J präsentierte wiederum seine größten Hits selbst, gekrönt von einem Überraschungs-Coup von Eminem, mit der er ein Rap-Duo zu „Rock The Bells“ bildete.


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